konkursbuch Verlag Claudia Gehrke   Verlagporträt & Kurzbio der Verlegerin

konkursbuch Verlag Claudia Gehrke
PF 1621 - D-72006 Tuebingen, Tel. 0049(0) 7071 66551 und  0049 (0) 1727233958
Mail: office@konkursbuch.com

"Losgelegt hatte Claudia Gehrke mit einem großen Versprechen: die in unserer christlich determinierten Kultur gefesselt und geknebelt gehaltenen Ausdrucksformen der körperlichen Sinnlichkeit (wieder ein-) zu üben. Etwas Erstaunliches sollte geschehen: es ist ihr gelungen, mit Fotografie und Bildender Kunst, Prosa und Lyrik jedweder sexuellen Inszenierung Raum zu schaffen, ohne den Eros zu zerstören."
(Stuttgarter Zeitung)

Verlagsgeschichte


1976-1980 veranstaltete Claudia Gehrke als Studentin in ihrer Tübinger WG in der Münzgasse 17 (eines der ehemaligen Cottaschen Verlagshäuser) einen „Mittwochssalon“. Es wurde gemeinsam gekocht, gegessen und debattiert. Der alte Tisch, an dem das stattfand, existiert noch immer im Verlag. Jahrzehnte später erreichten uns Gerüchte, dass dort die Frauen in Röcken ohne etwas darunter an spiegelnden Tischen gesessen haben sollten ... (Spiegelfolie hatten wir an der Wand dieses WG-Zimmers, und später lange Jahre auf den Messen an der Wand des Stands, so dass jeder, der eins der erotischen Bücher aus dem Regal nahm und darin blätterte auch sich selbst beim Blättern hätte sehen können). Die Aufbruchszeit der Studentenbewegung lag noch nicht lange zurück. So schöpften wir aus der „Konkursmasse“ dieser Bewegung, bzw. knüpften an deren Denken an. In diesem Salon entstand die Idee einer neuen politisch-literarischen Zeitschrift, damals gab es nur das „Kursbuch“. Neu für die damalige Zeit war die Verknüpfung von Bildern, Literatur, Privatdokument und Theorie. Schubladenübergreifendes Denken. Grenzüberschreitung zwischen einzelnen damals streng getrennten Bereichen: Theorie, Literatur und Erotik. Aus diesem Kreis heraus wurde am 1.4.1978 mit der ersten Ausgabe von "konkursbuch" als ein Aprilscherz (die meisten glaubten nicht an Realisierung der ausgesponnenen Ideen) der Verlag gegründet. Die erste Ausgabe hatte das heute fern klingende Thema "Vernunft und Emanzipation", darin einge programmatische essays, u.a. "Der weiße Fleck auf der feministischen Landkarte. Über die Lust von Frauen" von Marlis Gerhardt.

Bald kamen zu lange Texte für das Periodikum, so erschienen 1980 die ersten Bücher: Romane, Essays. Aus konkursbuch 6 (1980) mit dem Thema Erotik entwickelte sich das Jahrbuch Mein heimliches Auge (Nr. 1 erschien 1982, im 33sten Jahr, 2015, erscheint die runde Nummer 30, da die ersten 3 Nummern in 3-Jahresabständen erschienen sind) daraus entstanden mein lesbisches und mein schwules Auge, wobei das multisexuelle heimliche Auge selbstverständlich auch heute noch lesbische, schwule, transgender *** Beiträge enthält . Aus diesen beiden Verlagsreihen kaman Fotobücher, belletristische Bücher und belletristische Reihen, wie die Reihe Liebesleben und die noch junge Thrillerreihe. Fast alle der von uns verlegten FotografInnen und AutorInnen haben zuerst im konkursbuch oder im heimlichen Auge veröffentlicht. (Und auch viele inzwischen bekannte AutorInnen aus anderen Verlagen hatten ihre Erstveröffentlichungen in unserem „interaktiven" multisexuellen Jahrbüchern oder im konkursbuch). Seit 1985 entstehen aus "privater" Reiselust mit besonderem Bezug zur Insel La Palma Reisebücher und Literatur zu den kanarischen Inseln, Bücher über Japan und Korea, einen für die Eigenheiten unterschiedlicher kultureller Welten offenen Blick wirft die inzwischen sehr bekannte Autorin Yoko Tawada.
Insofern wächst der Verlag wie ein Baum, eines kommt aus dem anderen, aber die Wurzeln sind noch immer vorhanden.
2011 erhielten wir den 10. Landespreis Baden-Württemberg für literarisch ambitionierte kleinere Verlage Pressemitteilung zum baden-württembergischen Landespreis und Dankesrede

Die Presse über "konkursbuch":
„Ich wüßte nicht, wo gegenwärtig in deutscher Sprache radikaler, verzweifelter, diabolischer, aufregender im wörtlichen Sinn über Kurse und Konkurse reflektiert würde als in dieser Zeitschrift." (WDR).
„Die Herausgeber haben erkannt, daß lesende Menschen nicht nur Hirn- sondern auch Augenmenschen sind." (Die Zeit)


1988 brandete die PorNO-Debatte auf. Claudia Gehrke wurde als Fachfrau zu diversen großen Diskussionsveranstaltungen mit EMMA-Redakteurinnen geladen, außerdem zum Hearing der SPD und der Grünen anlässlich der Gesetzesinitiative von EMMA. Sie hält dort ein „brillantes Plädoyer für die Freiheit der erotischen Liebeskunst... gegen die Zementierung der Opferrolle von Frauen" (FAZ). Der Spiegel macht einen Titel zum Thema, Claudia Gehrke publiziert dort einen viel beachteten Text.
Später gerät das „Heimliche Auge" ins Visier einiger Staatsanwälte und der Bundesprüfstelle - es wurde jedoch sowohl bei der Bundesprüfstelle wie in den Prozessen überzeugend als Kunst gewertet. Diese Prozesse allerdings bringen den Verlag an seine - ökonomischen - Grenzen. An die gerät er auch aus anderen Gründen immer wieder einmal: weil wir uns zu oft zu luxuriös ht noch immer im Verlag. gestalteten Büchern verführen lassen, die teuer in der Herstellung sind und sich manchmal nicht so verkaufen, dass sie sich finanzieren können ... Reserven aber gibt es nicht.

Die Fortsetzung des „Salons" waren zunächst jährliche Verlagstreffen mit Diskussionen, immer entwickelten sich auf diesen Festen Ideen für Bücher. Inzwischen gibt es diese Verlagstreffen unregelmäßig. Noch immer ist das Gespräch, der intensive Austausch der AutorInnen und KünstlerInnen untereinander wichtig für die Entstehung der Bücher, der Ideen, und das nicht nur in der Onlinekommunikation ... Wir veranstalten immer wieder in Berlin, Tübingen und in vielen anderen Städten unsere die Verlagsrevue LOVE BITES: Performances, erotische Tanzshow, LEsungen und  und Live-Musik, Thrillerlesungen, zweisprachige Literaturabende mit Live-Musik auf den Kanarischen Inseln oder Yoko Tawada zusammen mit der Jazzpianistin Aki Takase Klang-Texte
. Jede dieser Veranstaltungen birgt neben allen Anstrengungen und dem Adrenalin auf der Bühne und der Freude daran, wenn's dem Publikum gefällt, viele ideenzündende "Küchen- oder Autorücksitzgespräche".

Warum der Verlag „konkursbuch" Verlag Claudia Gehrke heißt?
Wir schöpften zur Zeit der Verlagsgründung sozusagen aus der Konkursmasse der Ideen der Studentenbewegung, deren Organ (auch das gibt es heute noch bzw. immer wieder in anderen Verlagen neu) die Zeitschrift „Kursbuch" war, und die wollte sein wie das „Kursbuch" der Eisenbahn... doch eindeutige „Kurse" waren nicht zu erkennen. Manche Verlage haben ihren zeitgeschichtlich motivierten Gründungsnamen geändert (z.B. Frauenbuchverlag oder Roter Stern), manche heißen jetzt wie ihre Gründer... wir blieben unserem Namen treu und ergänzten den der Verlegerin.
„Konkurs" im wirtschaftlichen Sinne heißt bekanntlich seit kurzem „Insolvenz" und hat noch andere Wortbedeutungen, die für das Konzept des Verlages auch heute noch von Bedeutung sind: „Konkurrieren" kommt von lat. zusammenlaufen/-treffen, aufeinander stoßen.
Und so läuft bei uns so manches auf den ersten Blick Unvereinbare zusammen ...

Yoko Tawada hat in ihrem ersten Buch geschrieben: „Bevor ein Kind das Lesen lernt, lernt es das Blättern … Das chinesische Schriftzeichen für Körper setzt sich zusammen aus den Zeichen für „Mensch" und „Buch". Heißt das, dass der Körper ein Buch ist, das nur in der Welt ist, wenn jemand in ihm blättert..."

Wir wünschen Ihnen in diesem Sinne viel Spaß beim Blättern durch Bücher und durch Körper.


Zum Programm:
Unser Verlag sei, so heißt es, spezialisiert auf Erotik von Frauen. Das stimmt. Es gibt erotische Romane, Fotobücher und Mein heimliches Auge, das „multisexuelle" erotische Jahrbuch, das die Entwicklungen zum Thema Sex, Lust und Liebe jedes Jahr aufs Neue vielfältig dokumentiert, mit seinen „Kindern", dem lesbischen und dem schwulen Auge. „Die vielen, vielen Seiten der Liebe, so frisch, authentisch und aktuell. Eine Wundertüte." (HZ)

Aber genauso sind wir spezialisiert auf allgemeine Belletristik, darunter queere Literatur, Romane, Prosa, Thriller und auch Lyrik, Reiselesebücher, Bücher zwischen den Kulturen in unterschiedlicher Gestaltung: es gibt Hardcover, mit Fadenheftung, Schutzumschlag und Lesebändchen; kleine biegsame Bücher mit Klappen, Fadenheftung, manchmal Bildern und Beilagen. Manche Bücher sind mit kleinen grafischen Überraschungen gestaltet, die mit ihrem Thema zu tun haben. Und mit dem generellen Prinzip von Büchern: der Lust am Umblättern. Die inszenieren wir in vielen unserer Bücher.

Thriller
Thrillerreihe In fast allen unserer Thriller geht es um das, was sich zwischen Menschen auf "engstem Raum" abspielt, auf der Arbeit, im Urlaub, in Beziehungen, in der Familie. Die meisten der Thriller dieser Serie kommen ohne viel Blutvergießen und Gemetzel aus. Es steht das anfangs ganz „normale“ Alltagsgeschehen im Zentrum, die Spannung baut sich langsam (aber unausweichlich) auf, in den inneren Räumen, den Psychen der Beteiligten, durch ein Ereignis aus der Vergangenheit, das die Figuren einholt oder aus alltäglichen Situationen heraus, die sich plötzlich umkehren und zum Horror werden.
Schauplätze u.a.: süddeutschen Landschaften: "Kleiner toter Vogel" (Regina Nössler) - "Am Ende des Fegefeuers" (Litt Leweir) - Berlin: "Auf engstem Raum" und "Endlich daheim" (Regina Nössler); Migräne (Litt Leweir);  Frankreich : "Sommerkrimi " (Olive Feuerbach, mit dem erotischen Beiheft: Teresas Berichtsheft); die Insel La Palma: Wanderurlaub (Regina Nössler); Ruhrpott: Die Krimis von Anne Bax;  flaches Land  in Brandenburg: Die Stille nach dem Mord (Annette Berr, ihr Thriller war glauserpreisnominiert).


Liebesleben
--- Romane rund um das
Liebesleben und erotische Romane: Eine kleine Reihe mit Romanen, biegsam gestaltet, mit Fadenheftung und Klappen, manchmal Bildern. Sie handeln oft von der Zeit nach dem „Happy End", nachdem zwei Menschen also zusammengekommen sind, sie erzählen „überraschend ehrlich" von der Zwickmühle zwischen Sex und Liebe, in der jede/r schon einmal steckte, der Frage, ob sich wirklich zwei Lieben nebeneinander leben lassen; darüber, was das Liebesgefühl überhaupt ist, und ob es immer da ist oder ob man an einem Morgen einfach einmal neben dem geliebten Menschen aufwachen kann und das Gefühl ist verschwunden, für einen Tag, eine kurze Zeit, für immer - über die Wirkung alter Liebeserfahrungen in eine neue Liebe hinein, denn man fängt ja niemals bei „Null" an (z.b. "Dienstagsgefühle" und "Kerzenscheinphobie"von Regina Nössler), über die Wirkung der Vergangenheit überhaupt, denn nichts spielt im luftleeren Raum, auch die große und sehr erotisch-sexuell aufgeladene Liebe nicht (Ulrike Voss, Das dritte Mal) und über Grenzüberschretungen bei S/M, was passiert, wenn die Protagonistin nach immer wiede rneuen Kicks sucht (Phoebe Müller)


Gebundene Romane
Gebundene Romane gibt es in diesen Themenbereichen auch, so z.B. den Erotik-Thriller "Schwarzes Öl" von Annette Berr, den Roman über eine Altersliebe, "Gehen", von Adrian Zinn, den  Roman "Der Wortjongleur" über eine Kindheit in den 50ern/60ern und die Suche nach dem Vater, und die mutig-radikal subjektive erotische Prosa über das (Liebes-)Leben in Russland und Deutschland der russischen Autorin Marina Lioubaskina.


Graziler Wortzauber, zwischen den Kulturen
--- „grazilen Wortzauber", von Kurzprosa hin zu spannenden Schmökern und Sammelbänden mit Sachtexten, Bildern, Glossen, Geschichten zwischen den Kulturen (die bekannteste unserer Autorinnen in diesem Programmbereich ist
Yoko Tawada, zuletzt u.a. "Abenteuer der deutschen Grammatik" (Gedichte) und "Etüden im Schnee" (Roman) ), Reiselesebücher (zuletzt der Reiseführer durch 12 Monate "Geheimnisse der Insel La Palma" von Ines Dietrich) und anspruchsvolle Romane über die Kanarischen Inseln (z.B. Sabas Martín und eine neu gestaltete und bearbeitete Ausgabe des berühmten Romans „Mararía" von R. Arozarena) oder das umfangreiche zweisprachige Lesebuch - mit vielen Bildern - Canarias), Literarisch-essayistische Lesebücher zu Japan und Romane koreanischer Autoren. Gegenden jenseites und über Grenzen hinaus. So treffen im Buch „Canarias" reisende und kanarische Autoren und Künstler aus den unterschiedlichsten Zeiten aufeinander. Es geht um Emigration,  weil man sich anderswo ein besseres Leben verspricht oder in die Flucht getrieben wurde genauso wie um unser "Urlaubsreisen". In den Ostwestgeschichten von Sigrun Casper und Ina Paul treffen sich der Osten und der Westen.("Unterbrochene Schienen", Ostwestgeschichten v. Sigrun Casper, rund um Mauerbau und Mauerfall, "Im freien Fall" von Ina Paul, ein biografischer Roman)

Foto- und Kunstbücher
Und wir sind spezialisiert auf Fotobücher über Sinnlichkeit in allen Altern (z.B. das Buch "Mittendrin" von
Anja Müller mit erotischen Bildern von Frauen zwischen 45 und 55, oder 60+ mit Bildern von Frauen und Männern, Thomas Karsten fotografiert jüngere Frauen, die sich offen und mit großer Lust an sich zeigen) und Geschlechtergrenzüberschreitungen (z.B. das Fotobuch von Del LaGrace Volcano, Sublime Mutations) und auch Männerbilder (u.a. im Kunstband Trickster von Rinaldo Hopf und anderen), auf alltagsnahe Philosophie & Forschung in den konkursbüchern zu den unterschiedlichsten Themen, zuletzt u.a., „Familien-Bande" (konkursbuch 48); Außenseiter (konkursbuch 51), Herbst 2015 konkursbuch 52, Liebe.

Unser Verlagsprogramm wird somit in einem fast altmodischen Sinn individuell zusammengestellt, die Verlegerin beschränkt sich nicht auf ein „Marktsegment" (obwohl das ökonomisch gesehen sicher sinnvoller wäre), sondern entwickelt im Gespräch mit AutorInnen, FreundInnen, freien und den zwei festen VerlagsmitarbeiterInnen vielfältige Buchprojekte aus überraschenden Bereichen.

Zum Beispiel hätte sie bis vor Kurzem nicht geglaubt, dass sie je ein Kochbuch machen würde. Doch  hat sie sich (denn sie isst und sie küsst gerne) verführen lassen: Kochen & Küssen von
Anne Bax & Claudia Böhm. Mit Gerichten zum Nachkochen (ohne Fleisch) und Geschichten zum Vorlesen (ohne Gemüse). Ein lesbisches Kochbuch. Beides ist natürlich auch von jeder anderen erotischen Konstellation zu genießen.

Und nie hätte sie gedacht, dass sie als Verlegerin mutiger und provokanter Nacktheit auch einmal ein Fotobuch machen würde allein über die Reize weiblicher Gesichter. Doch das Fotobuch „Reize" der jungen türkischen Fotografin
Müjde Karaca aus Stuttgart. Darin geht es auch um die Offenheit zwischen den Kulturen.

Claudia Gehrke führt den immer klein gebliebenen Verlag seit 37 Jahren, mit einer kleinen MitarbeiterInnencrew aus freien MitarbeiterInnen und einer festen, Sunita Sukhana, mit „viel Leidenschaft" und großen ökonomischen Risiken in Tübingen. Berndt Milde betreut seit vielen Jahren den Mailorder-Buchversand des Verlags.



Foto Anja Müller, 2014

Kurzbiografie der Verlegerin
:
Claudia Gehrke, * 1.6.1953 (für Sternzeichenfans: Zwilling, Akzendent Krebs), aufgewachsen in Frankfurt/M, lebt in Tübingen. Studium Germanistik, Mathematik, Philosophie. Während des Studiums gestaltete sie von 1976 an in ihrer WG (in der Münzgasse 17, einem der ehemaligen Cottaschen Verlagshäuser) einen „Salon“. Jeden Mittwoch wurde an einem großen Tisch, der noch im Verlag existiert, opulent gegessen, Texte vorgelesen, debattiert und manchmal passierte auch Erotisches. Aus diesem Salon heraus entstand die Idee zum "konkursbuch"; die meisten hielten das jedoch für eine Tagträumerei. Claudia Gehrke gründete zusammen mit einem der Salon-Teilnehmer und WG-Genossen, dem Japanlogen Peter Pörtner, 1978 den konkursbuch Verlag. Peter Pörtner ging 1979 nach Japan und ist jetzt Japanologie-Professor in München, C.G. blieb Verlegerin. (Themen des Verlags: alltagsnahe Kulturtheorie und Philosophie, allgemeine Literatur, erotische Literatur, Fotografie & Kunst, Liebesleben, Thriller über die Abgründe des Alltags, Reiseliteratur, vor allem zu den Kanarischen Inseln, Japan, Korea. Seit Beginn das Periodikum „konkursbuch“, seit 1982 das (multisexuelle) erotische Jahrbuch „Mein heimliches Auge“ mit seinen „Ablegern“  „Mein lesbisches Auge“ und „Mein schwules Auge“). Eigene Veröffentlichungen in Ausstellungskatalogen, Sammelbänden und Zeitschriften. Die ersten Jahre neben dem Verlag Arbeit an einer (nicht fertiggestellten) Promotion über Gegenwartslyrik und als Teilzeit-Krankenhauslehrerin. Sie unterrichtete schwerkranke Jugendliche in den Tübinger Kliniken. Danach, seit ca. 1983,  „Vollzeit“-Verlegerin und Publizistin.

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