Presse-Information
Anne Bax
Anne Bax, geboren 1961, lebt im Ruhrgebiet und arbeitet als Ausstellungsmacherin. Hat angefangen, Kurzgeschichten zu schreiben, als sie bemerkte, „dass man dann viel schneller fertig ist und nicht ständig zurückblättern muss um herauszufinden, worum es eigentlich geht.“
Veröffentlichungen: „Wirklich ungeheuer praktisch. Lesbische Lach- und Sachgeschichten“, 2003, überarbeitete und um neue Geschichten erweiterte Auflage, Herbst 2005. Außerdem Erzählungen in „Mein lesbisches Auge 4“, „Mein lesbisches Auge 5“ (konkursbuch Verlag Claudia Gehrke) und „Bisse und Küsse 3“ (Querverlag). Neues Buch (Roman) in Vorbereitung.
„Endlich gibt‘s mal wieder eine Autorin, die der Leserin nicht jedes Gefühl vordenkt, die auch mal Dinge unausgesprochen stehen lassen kann und die die hohe Kunst des niveau- und gleichzeitig humorvollen Schreibens ihr eigen nennen darf.“ (dykeworld)
Ausschnitt aus einem Interview im Schwäbischen Tagblatt:
Sie schreiben über Tupperwareparties, denken über die Frage nach, ob Frisörinnen lesbisch sein können und vieles mehr.
Sie scheinen auch Alltagsforscherin zu sein. Wie wichtig sind Ihnen die profanen Dinge des Alltags?
Ungeheuer wichtig! Ich komme aus dem Ruhrgebiet, außer Alltag haben wir doch nichts. Und wer jemals gezwungen war, die Erotik des Sparschälers zu entdecken, sieht die Welt mit anderen Augen.
Früher waren schreibende Lesben eher nicht so komisch, hat sich da etwas geändert?
Es hat halt ein wenig gedauert, bis wir mit dem Tee trinken, den Trommeln, den Diskussionen und dem Malen mit Körperfarben fertig waren. Aber jetzt beginnt die Zeit der lachenden Lesben.
Wie setzt sich Ihr Publikum zusammen?
Es ist alles dabei: Lesben, Schwule, Heteros, Heteros, die Sparschäler besitzen, und Schnittmengen aus allen Gruppen.
Bücher
»wirklich ungeheuer praktisch« und neue Geschichten in der Reihe »Liebesleben«, 272 Seiten, Fadenheftung, französische Broschur, Format:19 x 11,5 cm, Preis: 7,90 Euro, 2005, ISBN 3-88769-728-6
25 hinreißend komische Erzählungen aus dem lesbischen (Liebes-)Alltag. War die Richtige vielleicht doch die Falsche? Wie kann es gelingen, im Zentrum der Heterosexualität doch noch eine Frau zu finden? Wie machen „es“ Lesben eigentlich, fragte Tante Christel in ein peinliches Schweigen hinein, und Anne Bax beantwortet diese Frage und viele andere lakonisch und mit viel Sinn für Situationskomik.
Pressestimmen:
„Adieu, Tristesse!“ (Siegessäule 11/2005)
Der Erzählband von Anne Bax ist wirklich ungeheuer komisch. […] Virtuose Satzkonstruktionen sind typisch für Anne Bax, die mit „wirklich ungeheuer praktisch“ ihr Talent als lesbische Ironikerin beweist. Eine stilsichere Wortjongleurin […] die Leserin kommt mit 25 Satiren aus dem lesbischen Liebesalltag voll auf ihre Kosten. [...] Die Witzigkeit kennt schon deshalb so gar keine Grenzen, weil sie gerne mehrere Botschaften gleichzeitig transportiert. In der fiktiven Welt von Anne Bax sind lesbische Charaktere mit Humor keine Aliens, sondern Normalzustand. Adieu, Tristesse!“ (Siegessäule 11/2005)
„Mit viel Humor und Absurditäten lässt Anne Bax in diesem Band kaum etwas aus, was das lesbische Dasein kompliziert gestalten könnte. Dabei sind die amüsanten Geschichten gespickt mit bildhaftem Humor.“ (escape Okt. 2005)
„…flüssig, witzig, charmant.“ (lesbenring-INFO-Brief Okt. 2005)
„Sie beweist in ihren Geschichten ein Argusauge für die Absurditäten des lesbischen Alltagslebens. Sie wirft einen liebevollen Blick auf die großen und kleinen Fehlerchen, die uns alle tagtäglich begleiten. Sie wirft eine charmante Aussicht auf die großen Gefühle, nach denen wir uns alle immer wieder einmal sehnen... Das ganze verpackt Anne Bax in einen Schreibstil, der seinesgleichen sucht. Die Neigung zu mehrfach in sich verschachtelten Sätzen, die bei anderen Autorinnen eher „abtörnt“, gerät aufgrund der Virtuosität im Umgang mit kompliziertesten Wortgebilden zu einer großen Lesefreude.“ (about her)
„Wer schon immer wissen wollte, was ein Tupperus interuptus ist, dem sei die erweiterte Neuauflage von Bax’ Kurzgeschichten wärmstens empfohlen. Amüsant ist es, den berühmt-berüchtigten Schachtelsätzen der Autorin zu folgen. Nur häppchenweise konsumiert, eignet sich der Stoff durchaus für den kleinen Lesehunger zwischendurch. Mit aus dem Leben gegriffener Alltagskomik gelingt es Bax, ihre Leserschaft zu fesseln.“ (L.mag Sept./Okt. 2005)
„Es wird geküsst, gelacht, geschluchzt, verliebt, entliebt, getrennt, gelebt… und es darf/kann/muss gelacht werden mal herzhaft über die gelungene Pointen, mal eher leise über den vorgehaltenen Spiegel und ganz oft äußerst vergnügt über den virtuosen Umgang mit der Sprache.“ (Lescriba, September 2005)