Sor Juana Inés de la Cruz
Heidi König-Porstner

konkursbuch Verlag Claudia Gehrke
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Heidi König-Porstner, Übersetzerin für Lyrik, (Wissenschafts-)Philosophie, Literatur- und Geschichtswissenschaften. Studium der Übersetzungswissenschaften (Deutsch, Spanisch, Französisch) an der Universität Wien, mit zusätzlichen Schwerpunkten in den Bereichen Romanistik und Naturwissenschaften. Langjährige Mitarbeiterin in Projekten zur Wissenschaftsphilosophie und geschichte (Wiener Kreis). Lyrikpublikationen in Anthologien und Zeitschriften unter dem Namen Adelheid Anna König. (Nachwuchsstipendium für Literatur des Österreichischen Bundesministeriums.)

Juana Inés de la Cruz, 1648 - oder 1651 - bis 1695, war uneheliche Tochter einer Kreolin. Im Mexiko des 17. Jhds. suchte sie als Hofdame und später im Kloster nach Räumen, in denen ein intellektuelles Leben für Frauen möglich war. Mit ihren theoretischen und politischen Arbeiten sowie ihren Gedichten wurde sie in ihrer Zeit sehr bekannt, bis sie sich völlig zurückzog.


 

Neu September 2017

Juana de la Cruz, Nichts Freieres gibt es auf Erden
Gedichte, zweisprachig, übersetzt und mit einem ausführlichen Essay über ihr Leben eingeleitet von Heidi König-Porstner. Gebunden, mit Leseband und Illustrationen von Anna Rastl. 220 Seiten, 15 Euro, ISBN
978-3-88769-565-1. Erscheint auch als E-Book

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Gedichte über die Liebe und politische Gedichte, kritische Gedichte über das Verhältnis der Geschlechter, zärtliche Gedichte, viele davon an Frauen gerichtet. Sor Juana de la Cruz gilt als die bedeutendste Dichterin des mexikanischen Barock und als eine erste Feministin. Die realitätsnahen Gedichte bestechen durch ihre Musikalität und durch Juanas klare, pointierte, oft sehr modern anmutende Sprache. Heidi König Porstner schrieb einen ausführlichen einleitenden Text über das Leben der Dichterin, Nonne und Gelehrten Und übersetzte eine von ihr getroffene Auswahl an Gedichten, teils sind es Erstübersetzungen, teils Neuübersetzungen. Erstmals in deutscher Sprache gibt es einen solchen Einblick in die Poesie dieser Autorin.


Zwei Leseproben:

 Weder, dass ich Frau, noch fern bin,
kann mich hindern, dich zu lieben.
Denn du weisst: die Seelen kennen
weder Fernsein noch Geschlecht.
  (aus: "Ich, meine angebetete Phyllis")


So bleib doch, Schatten meines spröden Liebsten,
du Zauberbild, das ich so sehr begehre,
du Traum, für den ich freudig sterben will,
du süßer Wahn, nach dem ich mich verzehre.

So fügsam wie das Eisen dem Magneten
folgt deinem Liebreiz, Schönster, meine Brust.
Wozu erschmeichelst du dir meine Liebe,
wenn du dann flieh’n und ihrer spotten musst?

Und damit willst du eitler Kerl nun prahlen?
Hältst deine Grausamkeit für einen Sieg?
Mein Traumprinz, du: Ich lass es mir gefallen,

meiner Umarmung magst du ruhig entfliehen.
Was hilft’s dir denn? Niemals entkommst du
den Kerkermauern meiner Phantasien.




 





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