Kali Drische
Pseudonym (* 2010) lebt mit ihrem Stammhirn (* 1968) zusammen in Berlin. Weil beide schreiben, gibt es manchmal Streit um den Computer. Sie veröffentlichte bisher in Anthologien, u.a. "Mein heimliches Auge", "Mein lesbisches Auge".


konkursbuch Verlag Claudia Gehrke
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Neu


Kali Drische, Neulich im Schrank
Geschichten über Körper, Sex & andere Widrigkeiten
192 S., Klappenbroschur mit Fadenheftung, mit Zeichnungen der Autorin, Euro 9,90, ISBN 978-3-88769-669-6. Auch als E-Book.

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Pointiert knapp erzählt die Autorin Episoden quer durch ein (Liebes-)Leben. Es beginnt mit Kindheit und Pubertät: in der Schule, beim Turnen, die ersten Lieben, eine schreckliche Rache, Außenseiter, Mimosept, der Schwimmtrainer, das Coming-Out und die erste Konfrontation mit dem Wort „Ficken“:
Aller Anfang ist schwer.
Wer annimmt, danach, im Erwachsenenleben, ginge es leichter weiter, ohne Scham und Peinlichkeiten, der täuscht sich. Auch im zweiten Teil des Buchs handeln die Kurzgeschichten von heiteren und tragischen Situationen am Rande des Scheiterns: beim ersten Rendezvous, beim Sex, beim Fesseln,
in der U-Bahn, beim Arzt.
Und der dritte Teil nähert sich den Paradoxien des Endes.
Mitten in den Widrigkeiten gibt es manchmal auch überraschende Momente der Lust, des Glücks.


"'konkursbuch Liebesleben', so knapp überschrieben ist die neue Reihe des Verlags Die Sammlung von Kurzgeschichten von Kali Drische ist für diese Überschrift wie gemacht! In prägnanten Momentaufnahmen schildert die Autorin Situationen quer durch das (weibliche) Liebesleben, trocken, direkt, sensibel, sinnlich, manchmal auch sehr komisch.   ... ungeheuer lebendig erzählt, immer ganz nah am Erleben und Empfinden der Mädchen oder Frauen, der vertraute Wahnsinn eben ... auf faszinierende Art geschrieben. " (Magazin "Rosige Zeiten", Oldenburg)

Eine Geschichte aus dem Kapitel Aller Anfang ist schwer

und noch eine Leseprobe



Kurze Leseprobe zur Frage "Was ist Liebe machen":
»Geschlechtsverkehr?«, fragte ich ungläubig.
Rein biologisch war ich seit der Vorschule 1a aufgeklärt. Daher wusste ich auch, dass meine Eltern, so unvorstellbar das sein mochte, diesen absurden Vorgang immerhin zweimal absolviert haben mussten. Einmal wegen meines Bruders und einmal wegen mir.

»Liebe machen ist Geschlechtsverkehr? Ich dachte, das ist Kinder machen?«

Die Aufklärung hatte sich allein auf den arterhaltenden Zweck des Vorgangs bezogen. Ich stellte mir das ähnlich vor wie die Verabredung, einen neuen Fernseher zu kaufen.

Mann: »Was hältst du von einem Kind?«

Frau: »Ja, warum nicht. Das andere ist ja auch schon recht alt.«

Mann: »Gut. Passt es nach dem Abendessen? Ich würde dir dann kurz den Pimmel reinstecken.« Er denkt insgeheim: hoffentlich muss ich dann nicht pinkeln.

»Abgemacht.« Sie denkt insgeheim, hoffentlich muss ich nicht die ganze Zeit lachen.

die ganze Geschichte

 

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Ines Dietrich

Dagmar Feddeke

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