Presseinformation

Haut - konkursbuch 41

 

Hrsg. von Regnia Nössler und Christine Hanke,
288 Seiten, viele farbige Abbildungen, € 15,50, im Abo 12,-,
ISBN 3-88769-241-1, Herbst 2003.

 

Warum ist Orangenhaut eigentlich unschön und Pfirsichhaut wunderbar?

Haut als Passage zwischen innen und außen, als Quelle von Lust und Scham ...

Essays, Erzählungen und viele Bilder über das größte Organ des Menschen,  über Berührungen, Identifizierungen, Körperschmuck, Narben und Tattoos ...

 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Sie gilt als empfindsame Grenze zwischen dem Innen und Außen des Körpers. Sie vermittelt zwischen Innen und Außen, ob in Körperkontakt und erotischer Annäherung oder in der Lesbarkeit innerer Zustände auf der Haut.

Sie ist Oberfläche, auf der sich von beiden Seiten Spuren einschreiben. „Wahre Schönheit kommt von innen“ – aber auch Alter, Sorgen, Sonne, Lachen und Lebenswandel hinterlassen ihre Spuren. Von außen schlagen sich Umweltgifte und allergieauslösende Stoffe auf der Haut nieder mit dem Ergebnis von Hautunreinheiten. Haut ist Medium der Erinnerung: Geschichte – gute wie schlechte Zeiten – schreibt Spuren in die Haut ein. Aber auch wie wir Haut begreifen, womit wir sie verbinden, ist nicht in allen Zeiten gleich, sondern selbst Teil der Geschichte.

Was sich auf der Haut zeigt, kann von allen gesehen werden und fordert zur Entzifferung auf – darum wird sie manchmal maskiert und verhüllt in Make-up, hautengen Jeans oder anderen zweiten Häuten. Die Sichtbarkeit der Haut kann zur Quelle von Scham und Ekel werden, und zur Quelle von Lust und Erotik.

Mit Tattoos und Piercings wird Haut zum vorzeigbaren Schmuckstück. Selbstverletzungen der Haut verhelfen zum lustvollen und schmerzhaften Spüren des Selbst und stehen im Spannungsfeld von Scham und Lust.

An die unveränderbaren Spuren der Haut wendet sich kriminologisches und anthropologisches Identifizierungsbegehren – an die Spuren des Fingerabdruck oder an die Hautfarbe, wie es in frühen „Rassetheorien“, aber auch heute an den EU-Außengrenzen zur Abwehr von illegalen Flüchtlingen praktiziert wird.

Haut als Oberfläche oder Grenze, Haut als Durchlässiges, als Passage zwischen Innen und Außen – ein schier unerschöpfliches Thema.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Christine Hanke und Regina Nössler

Vorwort   S.7

 

Christine Hanke

Farben – Testen Sie Ihren Typ!   S.9

 

Salean A. Maiwald

Creme Mouson   S.17

 

Elisabeth Göbel

Du weißt dass ich unterm Kleid nichts trage   S.20

 

Antonio Flórez

Tattoo fotografías   S.21

 

Urs Urban

Topeaugraphien. Auf die Haut geschrieben   S.27

 

Bernhard Schwaiger

Bildersprachen   S.42

 

Ulrike Bergermann

Die Epidermis-Tattoos. Bilder   S.58

 

Henrike Hölzer

„Memento“ – Wenn Tätowierungen Erinnerungen ersetzen   S.60

 

Judith Schönenberger

Anouk, Martina . Fotografien  S.73

 

Ursula Steck

Tausendundeine   S.77

 

Sabine Schnell

Ohne Titel. Fotografien   S.94

 

Yoko Tawada

Eine Hautnahme   S.95

 

Markus Stauff

Die Haut als Special Effect   S.96

 

Ina Jekeli im Gespräch mit Mark Benecke

Metamorphosen der Haut   S.104

 

Britta Lange

Haut als Beute.   S.114

 

Gorch Pieken

Menschenhaut als Exponat – der Fall „El Negro“   S.127

 

Anja Müller

Blut. Haut.   S.132

 

Christina Lammer

Eine andere Dermografie. Die durchschaubare Haut im digitalen Operationstheater   S.136

 

tsarah & arani

Ohne Titel. Fotografien   S.152

 

Litt Leweir

Die Narbe   S.153

 

Birgit Kübler

Rückenakt. Gemälde  S.159

 

Anja Streiter

Feel the Feelings – Dermatologie des Filmes – Hautkrise und Krise des Autors   S.160

 

Anja Müller

Runzeln. Fotografien   S.178

 

Ina Paul

Dünne Haut   S.185

 

Achim Wagner

Gehäutete Erinnerungen   S.194

 

Katrin Askan

Um sie nicht tragen zu müssen   S.195

 

Alexis W.

La ventana indiscreta. Fotogafien  S.196

 

Barbara Krantz

Juckreiz   S.200

 

Mechthild Fend

Touche nerveuse. Fragonard trifft Diderot   S.204

 

Philipp Sarasin

touch-screen 1850. Die Haut im 19. Jahrhundert als Medium. Eine Skizze   S.218

 

Silvia Szymanski

Die Haut auf dem Badewasser – eine Wonne für alle Beteiligten   S.231

 

Dieter Mersch

Dialoge. Taktilität und Entgrenzung   S.233

 

Anonym

Rückenakte. Fotografien S. 240

 

Annette Berr

Mein lieber Schatz   S.241

 

Antonio Flórez

Tattoo fotografías   S.243

 

Boris Steinberg

Unter meiner Haut   S.248

 

Nora Abdel Rahman

Haut-Ohren - eine kleine Kulturgeschichte   S.249

 

Ruth Schleeh

Haut und mehr. Collagen  S.258

 

Klaus Berndl

Franziskas letzter Tag   S.259

 

Judith Keilbach

Der Bär   S.264

 

Susanne Bauer

Akne und Gene – Studie einer Studie   S.266

 

Uta H.

Schälen   S.278

 

Sigrun Casper

Zeichnungen   S.280

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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