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Schneewittchen
&endash; über den Mythos kalter Schönheit
Ein Eiskristallbuch
geb., mit ca. 50 farbigen Bildern, herausgegeben von
Christina Lammer, September 1999
Die kristalline Schönheit des Schneewittchens bildet
bis heute kulturelle Spiegelbilder, die uns kalte Schauer
über den Rücken laufen lassen. Aktuelle Mode und
psychische Befindlichkeiten korrespondieren mit dem
Unheimlichen. Nichts ist so, wie es sich auf den ersten
Blick darstellt. Essays über Phänomene der
Täuschung und der Verführung.
Die glatte, helle Haut, die blutroten Lippen und das
schwarze Haar locken. Und doch bleibt ES &endash; das
Schneewittchen &endash; unantastbar, im gläsernen Sarg
gefangen. Konserviert für die Ewigkeit, auf Eis gelegt,
um das jugendliche Aussehen zu bewahren. Die AutorInnen
nähern sich der Eisblume dieses
Märchens der Brüder Grimm unter verschiedenen
historischen und aktuellen Gesichtspunkten.
Texte:
Ernst van Alphen (Literaturwissenschafter, Amsterdam): Die
Re-Modellierung des Schneewittchens
Mieke Bal (Literaturwissenschafterin, Amsterdam):
Selbstportrait im Spiegel
Hans Bankl (Pathologe, St. Poelten): Der gläserne Sarg:
Schneewittchen war nur scheintot
Christina von Braun (Kulturwissenschafterin und
Filmemacherin, Berlin): Eisblumen
Martin Burckhardt (Kulturwissenschaftler, Berlin): Die
goldene Schrift auf dem gläsernen Sarg
Gerda Buxbaum (Modehistorikerin, Wien): Requisiten der
Verzauberung
Christina Lammer (Soziologin, Wien): Auf Eis gelegt
Thomas Macho (Kulturwissenschaftler, Berlin, Wien): So rot
wie Blut
Jean-Clet Martin (Philosoph, Mulhouse, F): Eine weisse Rose
zwischen gefrorenen Tulpen
Wolfgang Pauser (Publizist, Wien): Ich Kristall
&endash; des Geistes kristalliner Leib
Johanna Riegler (Ethnologin, Wien): Der König und die
Zwerge
Elisabeth von Samsonow (Philosophin, Wien): Im Geliebtsein
erstarrt
Gerburg Treusch-Dieter (Soziologin, Berlin): Die
Totenbraut
Andreas Braun (Swarovski), Christina Lammer und Gerda
Buxbaum: Vorwort und Einleitung
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