Pressestimmen:
Tawadas Roman bereitet eine große Freude, da er verwinkelt ist
und spannend. Jedem Abschnitt, und es sind derer viele, ist ein
Schriftzeichen vorangestellt. Auch viele schöne Sprachbilder
sind zu entdecken - wie man dies von der Schriftstellerin gewohnt
ist. "Vielleicht ist jedes Wort ein Musikinstrument", heißt es.
Tawadas extrem pointiertes Denken und Schreiben ist immer wieder
beeindruckend. Sie betreibt in ihren Büchern eine
zärtliche, wohlmeinende Kulturanalyse. Eine, die dennoch Distanz
schafft und uns über uns selbst wundern lässt. (Carsten
Klook, ZEIT-Online)
Der Wunsch, Französisch zu lernen, ist Anlass einer Reise nach
Bordeaux zum Schwager ihrer Freundin Renée. Und doch ist das
Buch keine Reiseerzählung. Der Roman ist ein Sehnsuchts- und
Erinnerungsbuch. Tawada nimmt Düfte, Gefühle, Situationen,
Körperhaltungen genau wahr, sie bevorzugt Nahaufnahmen. Wurde
jemals die zarte Haut am Ansatz der Wimpern so transparent
beschrieben? Ein fragiler Text, schön. (Stuttgarter Nachrichten,
12.11.08)
In diesem Roman genannten Zauberbuch ... entwickelt sich alles mit
nachdrücklicher Sanftheit durch Sprache und Sprachspiel ...
Und gewiss ist es kein Zufall, dass die freundlich-rätselhafte
Protagonistin, ehe sie aus dieser Geschichte hinausgeht (aber nicht
aus unserem Gedächtnis), eine kleine Panikattacke bekommt: In
der Umkleidekabine schien ihr kleines Wörterbuch gestohlen
worden zu sein. Eine junge Französin gibt es ihr dann aber
zurück - und damit uns Lesern ein weiteres, ein letztes
Sprachgeschenk: "Langenscheidt klingt wie eine Mischung zwischen
Leidenschaft, Langeweile, Scheitern und Bescheidenheit." (Marko
Martin, Rheinischer Merkur, 26.2.2009)
Pressestimmen zu Yoko
Tawada:
Sie beschreibt die Welt so, wie sie aussähe,
könnte man zugleich träumen und hellwach sein." (taz)
Selten hat sich Weiblichkeit so fröhlich, so heiter
vorgestellt." (NDR, zu Opium für Ovid")
Eine Meisterin der Sensibilität, die Wörter und
Sprachschichten lebendig werden lässt." (WZ)
... am Ende hört man plötzlich wieder auf den Klang
bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange nicht mehr
ansah, mit neuen Augen..." (Die WELT)
Die Leichtigkeit dieser Texte rührt vielleicht daher,
daß die Autorin unserer Jahrhunderte Müdigkeiten nicht
erst von ihren Gliedern abstreifen muß und daß sie die
Sprache beanspruchen kann für Bereiche, die uns höchstens
noch im Traum einfallen." (Süddeutsche Zeitung)