Fotografien aus 26 Jahren. Chronologisch angeordnet lassen sich die Bilder in diesem Buch lesen wie ein Roman. Manche der Frauen tauchen immer wieder auf, anderen begegnet man nur einmal.

Thomas Karstens Fotografien entfalten einen stillen lang anhaltenden Zauber. Man sieht, wie sich die Ausstrahlung der Nacktheit im Laufe der Zeit verwandelt, es ändern sich die Blicke, die Formen der Körper, ihre Gestaltung, und seien es nur die Haare, es ändert sich die Art, wie sich die Menschen bewegen, hinstellen, wenn sie fotografiert werden, irgendwie spürt man die Zeit. Aber stärker noch empfinde ich einen Zauber jenseits der Zeit.

Thomas Karstens Kunst ist eine Mischung aus genauer Komposition – der Hintergründe, des Lichts, auch der Momente, den Auslöser zu drücken – und spontanen Funken zwischen ihm und den fotografierten Menschen – vor allem Frauen, aber auch Paare, Familien. Den Körpern drückt er keine Form auf, und umgekehrt lassen sie auch kaum einmal diese Anstrengung spüren, irgendwas darstellen zu wollen, also z.B. unbedingt erotisch wirken zu müssen. Sie sind, was sie sind, sympathisch, liebenswert, frech, verträumt. erotisch aus sich selbst heraus. Vor manchen Bildern stockte mir der Atem. Die Frau mit geschlossenen Augen auf dem Stoppelfeld, ihr Hüftknochen, das Dunkle darunter, die Berührung von Stroh und Haut...

Und neben dem Zauber der vielen einzelnen Bilder ist das Buch als Ganzes ein lebendiges becircendes Kunstwerk. Jede Erotik entsteht in einer Bewegung, es geht immer um etwas, das sich zwischen zwei Menschen, zwischen einem Bild und einer Betrachterin, einem Buch und seinen Lesern, und in dem Buch selbst zwischen seinen einzelnen Seiten hin und her auflädt. Und dieses Buch sprüht vor Sinnlichkeit im Umblättern. Mit jedem neuen Anschauen berühren einen neue Bilder.

 

„Thomas Karsten ist ein Poet des weiblichen Körpers“

(massiv, 2/2005, zu Women only)

 

„Ein Blick in ihr Gesicht genügt, um zu sehen, dass sie die Grenzen professioneller Aktfotografie längst hinter sich gelassen hat. Hier geht es um mehr: Liebe, Leidenschaft, Hingabe an das Objektiv – und den Mann dahinter. (...) Ein erotischer Rausch auf Zelluloid – fast wie aus einem Roman von Henry Miller.“

(Playboy, zu Days of Intimacy)

 

 „... für Freunde erotischer Unbekümmertheit.“

(Die Zeit, zu Moments of Intensity

)

Dieses Buch ist der eindrucksvolle Beweis dafür, wie großartig es sich in schwarz-weiß arbeiten läßt. Genau dadurch werden diese Frauen-Bilder sinnlicher als die Hochglanzserien der sogenannten Männermagazine. Ohne auffällige Inszenierungen, ohne große Staffage ist der natürlichste Zustand der Welt auch der erotischste.“ (Frankenpost, zu Love Me)

 

„Karsten liefert ehrliche Akte und einen fast femininen Blick. Für Liebhaber des Genres ist Karstens bislang bestes Fotobuch unverzichtbar...“ (Fotomagazin, zu Lust an sich)