Ina Paul

konkursbuch Verlag Claudia Gehrke
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Ina Paul, geboren in Berlin, studierte an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg Dramaturgie, war Dramaturgin beim Deutschen Fernsehfunk, Journalistin bei Radio Hanoi/DR Vietnam, später am DEFA Studio für Synchronisation Künstlerische Leiterin.Literarisches Debüt 1997 mit „Lieber einen Mann als gar kein Unglück“ (Roman, Verlag Volk & Welt, als Taschenbuch bei Knaur 1999). Seitdem publiziert sie Romane, Erzählungen und Sonette.


Neu 2014


288 Seiten,Klappenbroschur, Fadenheftung, 9,90 Euro, ISBN 978-3-88769-791-4. Auch als  E-Book (über Ihre Buchhandlung oder amazon.)

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Es beginnt mit der Angst. Und mit Mut, der auf die Angst folgt. Zwei 16-jährige Mädchen aus Berlin machen Ferien auf dem Land. Sie sind beeindruckt von der Idee der deutsch-russischen Freundschaft. Auf dem Nachhauseweg passiert etwas. Obwohl niemand im Dorf je davon erfahren darf, haben sie den Mut, zur russischen Kaserne zu gehen, den diensthabenden Offizier zu verlangen und ihm zu sagen, dass es so etwas nicht geben dürfe.

Der autobiografisch gefärbte Roman erzählt nach diesem Eingangskapitel die Geschichte eines der beiden mutigen Mädchen, die sich von der Scham über das Ereignis nicht hat unterkriegen lassen. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wird ihr Leben in 14 Kapiteln erzählt. Ein Riss geht durch dieses Leben. Es ist von der Spaltung in Ost und West, von Mauerbau und Mauerfall geprägt. Ihr Liebesleben steht im Mittelpunkt. Der Roman handelt vom Anfangsglück, von Scheitern und Neuanfang, selbstverständlich ist das Liebesleben nicht zu trennen von allen anderen Bereichen. Studium, Jugendlieben, Ehe, Auseinandersetzungen, Alltag, Verschwinden der Liebe, Mauerfall, Trennung, abrupter Verlust der Arbeit, Verzweiflung, Neuanfang – und wieder große Liebe! Eine Lebensgeschichte, die den Bogen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart spannt.

 Wieder einmal bin ich von Ina Paul und ihrer klaren und sensiblen Prosa begeistert. Unverschnörkelt, nicht ostalgisch, grandios.” (Mario Wirz, Schriftsteller, 1956-2013)

Im Prolog "Angst, Scham und Schweigen" erzählt Ina Paul (zuletzt "Damals in Hanoi im Jahr des Tigers", BA 6/09), wie 2 junge Mädchen Unschönes erleben. Zu ihrer Angst gesellt sich Scham, aber sie schweigen nicht; im Gegenteil, sie melden den Vorfall in der russischen Kaserne, in welcher der Aggressor vermutet wird. Nun verzweigt sich der Roman und richtet seinen Fokus auf eine der Frauen. Diese wendet sich Männern zu, verliebt sich in einige von ihnen, heiratet und bekommt Töchter. Durch den Fall der Mauer verlieren sie und ihr Mann die Stelle. Nach 33 Ehejahren wird die Protagonistin immer mehr zu einer "toten Seele", die sich nur durch Scheidung retten kann. Die Liebe tritt in der Person mehrerer Partner, z.B. des Dokumentarfilmemachers Max, in ihr Leben. Er und ihre Passion, die Schriftstellerei, verhelfen zum kleinen Glück. Gekonnt komponiert, besticht das autobiografisch gefärbte Seelen-Panorama u.a. durch seine Perspektivwechsel und die faszinierende Distanziertheit, mit der Ina Paul erzählt.
Das und ihre wohlformulierten Sätze verursachen einen Sog, dem sich der Leser gar nicht entziehen will.

Martina Mattes.EKZ-Bibliotheksservice. ID bzw. IN 2014/17. Veröffentlichungsdatum ist der Montag der angegebenen Kalenderwoche (ID/IN Woche) in unseren Lektoratsdiensten.



Damals in Hanoi im Jahr des Tigers
Drei Novellen. 256 Seiten, Fadenheftung, gebunden, Preis: Euro 12,-, SFr 24,-, ISBN 978-3-88769-383-1

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"Dieses wunderbare Buch beginnt man lächelnd und legt es am Schluss sehr aufgewühlt zur Seite."
(ekz-Einkaufsdienst für Bibliotheken)
Drei tragisch-romantische Liebesgeschichten. Eine Wiederbegegnung lässt eine große Liebe wieder aufleben. Doch die Novellen erzählen auch davon, wie das Private in der DDR politisch wurde. Es sind keine spektakulären Schicksale, sondern Lebensgeschichten von Menschen, die eigentlich ziemlich angepasst lebten. Doch das Eingreifen des Staates behinderte ihre Entwicklung und ihre Lieben. Die Protagonisten verstehen nicht, warum sie nicht mehr ins System passen, warum sie zum Feindbild wurden. Es sind Geschichten, die vielen anderen auch hätten passieren können, passiert sind … und erst als die große Liebe später, lange nach der Wende, wieder aufflammt, klärt sich vieles auf

Damals in Hanoi im Jahr des Tigers: Eine junge Rundfunkjournalistin gerät in den Verdacht, eine unerlaubte Liebesbeziehung zu einem vietnamesischen Kollegen zu haben.

Rückkehr nach Verona: Die erste Reise nach dem Fall des Eisernen Vorhangs führt Julia nach Verona. Dort begegnet sie ihrer ersten Liebe wieder.

Leipzig, noch ehe der Hahn dreimal gekräht haben wird: Mitte der 1960er Jahre wurde der kleine Fernsehfilm aus dem Leipziger Universitätsmilieu verboten. Damit wurde die Karriere der jungen Dramaturgin Angela David-Friedrich und ihres Assistenten und heimlichen Geliebten jäh beendet. Nach Maueröffnung begegnen sie sich wieder.

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Pressestimme:
Dieses wunderbare Buch beginnt man lächelnd und legt es am Schluss sehr aufgewühlt zur Seite.” (Martina Mattes, ekz)

Weitere Pressestimmen

In mir und um mich wolkenwarme Nässe. Erotische Sonette, 80 Seiten, Klappenbroschur, mit ca 20. Abbildungen, ISBN 978-3-88769-355-8, 8,-

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Sinnliche Sonette über Sex, über die Gefühle dabei, über das Warten auf Liebhaber, über Begegnungen, Affären und große Lieben.
Ein- und ausgeleitet von zwei Prosatexten: Über die "Sieben Lieben", die zum Schreiben von Sonetten verführten, und über "Sonette schreiben".

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Auf und davon. Roman.
288 Seiten, ISBN 3-88769-701-4. Der erste Band der Reihe "Liebesleben".

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Zwei Schauspielstudentinnen der Babelsberger Filmhochschule teilen sich das Zimmer und den einen oder andren Mann ... Eine lustvolle sinnliche und manchmal tragische Geschichte über 50 Jahre Liebesleben ... ganz beiläufig, ohne zu jammern und nicht "ostalgisch" auch ein Ausschnitt der DDR-Geschichte.
"Ich glaube, dass Hannes Rothaupt auf diesem Weg gelernt hat, wie man küsst, und nach einer Stunde konnte er es bereits so gut, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob er es wirklich gerade erst gelernt hatte."
Eines der kleineren Satzknäuel, die Ina Paul in ihrem Roman so herrlich leicht und bei aller Logik beinahe unverschämt bildhaft aufrollt und entwirrt. Klar, die Autorin hat das Filmhandwerk gelernt, war Dramaturgin. Das DDR-Filmhochschulmilieu bestimmt die Romanhandlung. Alles geht schnell und im Nu ist die stürmische Liebe älter und reifer und wehmütiger geworden. Aber leicht bleibt sie. Wie die unprätentiöse Sprache einer heute fast 70-jährigen Geheimnisträgerin des Liebeslebens." (Hessische Niedersächsische Allgemeine, 5.3.05)

"Ihr Buch handelt von aufwühlendem Liebesleben und vom Älterwerden, und gleichzeitig ist es ein faszinierendes Zeitdokument. „Privates" und „Politisches" wird in den Herzverstrickungen sichtbar. Gleichzeitig gibt sie ihrer Geschichte ein Geheimnis. Es gibt viele nicht erzählte und zugleich doch erzählte Geschichten in der Geschichte, die einen beim Lesen in Atem halten. So handelt der Roman immer auch von den ungelebten Möglichkeiten eines Lebens... Beim letzten Satz, der auch der erste Satz eines neuen Romans sein könnte, musste ich ein bisschen weinen ..." (Mario Wirz, Schriftsteller, Berlin)

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Wetere Bücher :
Debüt-Roman: "Lieber ein Mann als gar kein Unglück", Verlag Volk und Welt 1997, als Taschenbuch bei Knaur 1999, Sonette: zwei Bändchen beim Aphaia Verlag Berlin 1996 und 2000, eins (Vertrackte Liebe) 2007 beim Verlag Robert Wohlleben.

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AutorInnenverzeichnis

Regina Nössler

 

Gabi Pertus

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