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PRESSEMITTEILUNG
25. Oktober 2010
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Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke Tübingen erhält baden-württembergischen Landespreis 2010 für literarisch ambitionierte kleinere Verlage |
Der konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Tübingen, erhält
den Landespreis für literarisch ambitionierte kleinere Verlage 2010. Dies
teilte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk, heute (25. Oktober) in
Stuttgart mit.
Die mit einer Lesung verbundene Preisverleihung soll noch in diesem Jahr
erfolgen.
Laut Begründung
der Jury werde mit dem Preis ein Verlag ausgezeichnet, der durch eine
unkonventionelle und mutige Themenvielfalt überzeuge: „Die
verlegerischen Entscheidungen orientieren sich nicht am Mainstream, sondern
sind gesellschaftlichen Entwicklungen oft einen Schritt voraus. Seit drei
Jahrzehnten ist es der Verlegerin Gehrke gelungen, ein qualitativ
anspruchsvolles Programm aufzubauen und kontinuierlich weiter zu entwickeln.
Der Verlag geht dabei neue interessante Verbindungen zu anderen Kultur- und
Sprachkreisen ein. Hervorzuheben ist die jedem Titel angemessene,
künstlerisch und handwerklich sichere Buchgestaltung.“ Der konkursbuch Verlag werde mit seinen Publikationen in den
Bereichen Lyrik, Erzählung und Roman auch überregional wahrgenommen.
„Das Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kunst gibt den Preis an kleinere Verlage
mit Sitz in Baden-Württemberg, deren Verlagsprofil über einen
belletristischen Schwerpunkt verfügt“, sagte Birk. Er sei
Bestandteil der Fördermaßnahmen des Landes zur Entstehung, Bewahrung
und Verbreitung von Literatur sowie der Schaffung positiver Rahmenbedingungen
für den baden-württembergischen Literaturbetrieb.
Der 1996 begründete
Landespreis für literarisch ambitionierte Verlage wird in diesem Jahr zum
zehnten Mal vergeben. Über die Verleihung des Preises entscheidet eine
unabhängige Jury, der Vertreter des literarischen Lebens in Baden-Württemberg
angehören.
Der konkursbuch Verlag wurde 1978 von Claudia Gehrke
gegründet. Seit 1980 erscheinen neben dem „konkursbuch“, einer
literarisch-essayistischen Zeitschrift, ca. 10- 12 belletristische Titel im
Jahr, Lyrik, Romane, Erzählungen. Ein weiteres Standbein des Verlags ist
das „erotische Jahrbuch“, Literatur, Sachtexte und Bilder rund um
das Thema. Im belletristischen Programm geht es um Grenzüberschreitungen
zwischen Sprachen und Kulturen, zwischen Geschlecht und Alter, zwischen Bild
und Text. Zu den Autoren des Verlags, die von diesem zum Teil entdeckt und
bereits über viele Jahre betreut werden, gehören Yoko Tawada, Udo
Oskar Rabsch, Sonja Ruf, Regina Nössler, Sigrun Caspar, Kim Young-ha und
Sabas Martin.
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