Andreas
Reimann
1946 als Sohn
eines Grafikerehepaares in Leipzig geboren, Schriftsetzerlehre,
Studium der Literatur, 1968 Verurteilung zu zwei Jahren Haft wg.
"staatsgefährdender Hetze", danach Transportarbeiter ,
Brauereihilfsarbeiter etc., 1975 und 1977 Gedichtbände, danach
Veröffentlichungssperre. Zusammenarbeit mit Chansoninterpreten
und Rockgruppen. Ab 1990 Essays und Rundfunkbeiträge sowie
Buchveröffentlichungen, Das Sonettarium" (Gedichte),
Vom haltbaren Jonas" (Lieder und Balladen), Beschreiben
und Bezeichnen", aus der Chronik einer Leipziger
Künstlerfamilie. Literaturpreise u.a.: 1999 Ehrengabe der
Deutschen Schillerstiftung, 2000 Literaturstipendium der Stadt
Leipzig
Die
männlichen Zeitalter - Liebesgedichte, mit Grafiken.
Eur15,50
CD zum Buch (Musik Hubertus Schmidt). Eur 15,50
.
Pressestimme zu diesem Buch: "Andreas Reimann zeigt seine liebe offen, aber er stellt sie nicht aus. Und Andreas Reimann hat außer dem gefühl für männer ein gefühl für sprache. Sein buch ist wortschatz im wörtlichen sinn. Daß autoren ihr werkzeug beherrschen, ist gegenwärtig nachlesbar kaum, geschweige denn zu hören. Diese gedichte sollte man sich zur freud und lieb lesen. auch alle, die vom richtigen ufer sonst zuschaun..."(Henner Kotte, Blitz)
Weitere
Pressestimmen:
.Andreas Reimann gehört zu den wichtigsten deutschen
Lyrikern der Gegenwart, auch wenn sein Werk dem Publikum bislang kaum
bekannt sein mag." (Peter Hinke, 1999) Man möchte aus den
Gedichten immer wieder zitieren, ohne über sie urteilen zu
wollen." (Waltraud Hartinger, 2000)
Seinen Gedichten ist ... wie man so schön sagt, nichts menschliches fremd: Liebe und Enttäuschung, Aufschwung wie Absturz, Verzweiflung und Hoffnung. Lob des Daseins und Lästerung &endash; Poetische Offenbarungseide eben dieses Andreas Reimann"(Gerhard Wolf, 2000) Nach Jahren des Schweigens fand er zu einer reifen Dichtung, die den Zucker forcierter Frühreife rücksichtslos verbrannte"(Richard Pietrass, 2000)
"....sang er seine Lieder, die direkt und unverblümt seine Anschauungen benennen. Leider aus einem unserer sozialistischen Gesellschaft wesensfremden Milieu. Unterhalb der Gürtellinie (jedenfalls in dieser leicht rezitierbaren und direkten Form) liegen seine Liebesgesänge, die schon halbe Pornografie darstellen." (IM-Bericht von 1976 aus den Akten der Staatssicherheit)
Leseprobe
Verführung
Ich halte mich zurück
in meiner
list / Zwar spar ich nicht mit
meiner gegenwart / und sage gar,
was mein begehren ist // Doch
bleibe ich trotz des begehrens
hart / und laß vergleichsweis
träge meine hand / und hab das
größte kunstvoll ausgespart. //
Denn...
Weiter auf S. 16 im Buch
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