Sonja Ruf

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Sonja Ruf wuchs in einem Dorf im Nordschwarzwald auf, Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin, danach Studium der Geschichte in Frankfurt a.M. Viele Förderstipendien, Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Freie Schriftstellerin, sie lebt z.Z. in Saarbrücken. Tanztheaterstücke (zus.m.d.Choreographen Mohsen Hosseini). Soeben hat sie das Kurt-Laßwitz-Stipentdium 2014 erhalten, ein Stadtschreiberpreis der Stadt Gotha, sie ist dort bis Ende Januar 2015. 
Ihre Kolumnen werden wöchentlich in der Thüringer Allgemeinen (Ausgabe für Gotha) veröffentlicht und sind unter www.gotha.de/leben-in-gotha.html nachzulesen.



Sonja Ruf, Erste Lieben
Eine Roman, eine Erzählung, geb. mit Lesebändchen, 12,-, ISBN 978-3-88769-389-3

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Offene Zeit:
Die erste Liebe. Es gibt viele Bilder dafür: Schmetterlinge im Bauch, weiche Knie. Wen sie trifft, der kann sich unmöglich auf etwas anderes konzentrieren. Man ist glücklich wie noch nie und zugleich zutiefst unglücklich: Kann man dem oder der Geliebten überhaupt genügen? Oft trifft die erste Liebe einen Menschen in der Zeit der Pubertät, wenn sowieso alles durcheinandergerüttelt wird.
Tina, die Heldin in Sonja Rufs neuem Buch erfährt die erste Liebe wie ein Naturereignis. Sie kann sich nicht dagegen wehren, setzt sich über alle moralischen Schranken hinweg und wirbt um ihren Pflegebruder Sebastian. Doch der will sie zunächst nicht, verliebt sich in Rosi - Verwicklungen, Widerstände ...
Wie schon in den früheren Büchern von Sonja Ruf versucht sie auch hier, auf eine nicht-gekünstelte Weise von einer begehrenden Frau zu erzählen. Es ist eine großzügige, bewegliche Sprache: Die Sätze klingen und schwingen, und es macht keine Mühe, der Geschichte zu folgen. Auf Überraschungen, überraschende Wendungen, Bilder, die man noch nie irgendwo anders so gelesen hat, muss man sich bei Sonja Ruf immer gefasst machen.
Zwei Herausforderungen gibt es im Leben, sagt der chinesische Künstler Francois Cheng: Die Schönheit und das Böse. Beiden Herausforderungen müssen wir uns im Leben stellen. Für Tina, die sechzehnjährige Heldin ist die Schönheit von Sebastian eine solche Herausforderung ...

Frauen im Muschelkalk:
In einem nicht näher bezeichneten Ort in den Huybergen - also in der Nähe von Halberstadt -, ist die Zeit stehengeblieben. Die vielen Menschen, die hier zu DDR-Zeiten Arbeit fanden, in der LPG, in einem Krankenhaus, sind weggezogen. Riesige Häuser, ein Schloss, ein landwirtschaftlicher Betrieb, stehen leer. In diese Umgebung wird eine arbeitslose Köchin hineingeworfen. Sie muss mit der Einsamkeit umgehen lernen und beginnt, auf die kleinsten Geräusche zu achten. Wunderbare poetische Bilder, etwas des Regens oder eines Spinnennetzes, entstehen. Die kleinen Dinge sind plötzlich sehr wichtig. Doch dann kommt ein Mann zu Besuch


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Zwischen Koch und Kellner. Erzählungen, 160 Seiten, gebunden mit Fadenhaftung und Schutzumschlag, 7,95 Euro, ISBN 3-88769-351-5

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In der erotischen Welt Sonja Rufs geht es bunt und poetisch zu, die Grenzen werden eingerissen. Nichts gilt mehr: keine Monogamie, keine Fixierung auf ein Geschlecht. Das Liebesverlangen krempelt die Leben und Verhältnisse um, das Begehren steht jenseits jeder Moral. In der asphaltierten Welt einer Großstadt, so ist Sonja Ruf überzeugt, muss man den anderen Menschen an ihre Haut kommen, um Mensch zu bleiben, um fühlen zu können. Manche Erzählungen schneiden wie ein Messer ins Fleisch, manche sind weich und zart.
In ihrem Wunsch nach Liebe geraten die Protagonisten der spannenden Erzählungen in außergewöhnliche, manchmal skurrile Situationen. In Fallen, in die Hilflosigkeit, in die Ekstase und Verklärung.
Ein Mann erzählt der Protagonistin, wie er nach Deutschland kam, wie er die Frauen hier erlebte und wie er doch die eine nicht vergessen kann, die übersetzt Tropfen heißt.
Manche der Erzählungen sind kleine Romane, andere beleuchten Momente.
Ein Alibi für den Seitensprung eines Familienvaters entpuppt sich als Falle.
Sex in der Mensa. In der Küche, um den grabschenden Koch zu blamieren.
Eine Frau ist unterwegs mit einer Frau und einem Mann. Sie hat Lust auf die Frau. Doch sie glaubt, sie über den Hof zu dem Mann gehen zu sehen ... und dann verwandelt sich ihre nächtliche Eifersuchtsphantasie in eine zauberhafte erotische Welt.
„Tropfen", „Der Liebesbeweis", „Ineinander", „Von der Entschlossenheit", „Aber schon bald", „Das rostrote Leben" und viele andere Erzählungen.

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Sonja Ruf, Die Frau im Fels, ISBN 3-88769-199-7, geb,  150 S., 7,95

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Inge,in einem Urlaub gequält von Schlaflosigkeit und unheimlichen Träumen, trifft dort mit der Touristenführerin Justine zusammen, die ihrer früheren Geliebten Johanna gleicht. Bilder und Gefühle aus dieser Zeit tauchen auf, Zorn, Liebe, Schuld. Die Erinnerung an die viele Jahre zurückliegende sado-masochistische Beziehung wird wach ... Inge steigert sich in den Gedanken hinein, in die fast noch jugend-liche Touristenführerin verliebt zu sein.
Warum möchte sich jemand von einer geliebten Person fesseln, sich schlagen lassen? Wieso macht Inge mit, wieso lässt sie sich von Johanna dazu bringen, in einem Fetischladen Materialien für sadomasochistische Aktionen einzukaufen. "Über die Technik konnte sie mit den Verkäufern reden. Auf die Gefühle bereitete Inge nichts vor." "In dieser Welt musst du immer handeln, dich immer platzieren. Tust du es nicht, wirst du auch nicht geliebt. So wie als kleines Kind, so selbstverständlich einfach fürs Dasein wirst du später nie wieder geliebt..." sagt Johanne einmal. Nach den ersten Aktionen versucht sie Inge zu vermitteln, was sie will. "Das mit dem Eis war auch zuviel. Die Kälte hat mich herausgerissen... Ich wäre gerne noch länger in diesem Zustand geblieben. Und dann war es plötzlich nicht mehr so schön. Aber davor war es sehr schön. Und es sollte nie enden..." "Dieses Umfasstsein von Liebe, das Johanne vermisst, - empfindet sie so, wenn ich sie gefesselt habe und schlage? Ist sie passiv, damit sie bedingungslos, damit sie voraussetzungslos geliebt werden kann?", fragt sich Inge. "Die Anwesenheit des Rätsels zu fühlen, aber es geheimzuhalten, darauf kam es einem heranwachsenden Mädchen an. Wurde die Frage laut ausgesprochen, dann wurde das Ungewöhnliche wieder alltäglich, dann zerfiel alles vor Gewöhnlichkeit."
Es geht in diesem spannenden dichten Text nicht um sadomasochistische Techniken, so eindringlich diese auch beschrieben werden. Es geht um Intensität, um die verzweifelte Suche nach Liebe, die uns umtreibt, um extreme Gefühle, die vielleicht in der Pubertät und dann später in den Wechseljahren am deutlichsten zutagetreten...




Sprungturm.
Roman, geb., Eur 12,90 , ISBN 3-88769-161-X

Eine junge Frau zieht aus ihrem Dorf in ein Frankfurter Hochhaus. Ihre verzaubernde Ausstrahlung bringt die Handlung in Bewegung. Hilke - die Tochter des trunksüchtigen Hausmeisters, die dessen Aufgaben auf ihre sehr eigene Art übernommen hat - verliebt sich in Monika, Monika läßt sich mitreißen, und verstrickt sich dazu in erotische Begegnungen mit anderen Hausbewohnern, mit Vinicio und Korkut... Sie läßt sich vom immer brodelnden Haus in eine sinnliche Schläfrigkeit treiben, versäumt ihr Studium und erlebt anarchistische Abenteuer...

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Pressestimme;
„Zwei Frauen. Aber es gibt auch einen Mann. Ist es eine Liebesgeschichte, sind es viele Liebesgeschichten? Eher sind es vielgestaltige Erfahrungen und Begegnungen der sinnlichen Art. Monika wohnt in einem Studentenheim und hat einige Affairen. Aber davon scheint sie unberührt. Gerne hängt sie ihren Träumen und Fantasien nach, und ebenso gern folgt man ihnen, weil sie so leicht und schön hingetupft sind." (DIE ZEIT, 29.11.2001)

 

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Ana Rossetti

Cornelia Saxe

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