Yoko Tawada
konkursbuch
VERLAG CLAUDIA GEHRKE www.konkursbuch.com
* 1960 in Tokyo, lebt seit 1982 in Hamburg. Studierte in Tokyo und Hamburg Literaturwissenschaft. Erste literarische Veröffentlichungen 1986 in "Japan-Lesebuch". Erste Buchveröffentlichung in Deutschland 1987 (Nur da wo du bist da ist nichts), in Japan 1992 (Sanninkankai). Sie schreibt in deutscher und japanischer Sprache. Alle Übersetzungen aus dem Japanischen von Peter Pörtner.
Literaturpreise
u.a.: Förderpreis
für Literatur der Stadt Hamburg ca. 600 Lesungen
in aller Welt
"Gunzo-Shinjin-Bungaku-Sho"
"Akutagawa-Sho", der Preis "Akutagawa-Sho" ist der
angesehenste japanische Literaturpreis
Lessingförderpreis der Stadt Hamburg
Chamissopreis
Poetikdozentur Tübingen
Sei Ito Literaturpreis
Junichiro Tanizaki Literaturpreis
Goethe-Medaille
"Yoko Tawada beschreibt
die Welt so, wie sie aussähe, könnte man gleichzeitig
träumen und hellwach sein
" (taz)
"Das Asiatische und Europäische sind in ihrem Werk kein
Gegensatz..." (aus der Rede zur Verleihung der Goethemedaille)
Neu Herbst 2008:

Schwager in Bordeaux
Roman.208 Seiten, Klappenbroschur, Format: 12,8 x 20,5 cm,
Preis: 12,90 Euro, 24 SFr, ISBN 978-3-88769-376-3
Eine Geschichte vom Tag einer Ankunft. Yuna reist nach Bordeaux,
in das Haus von Maurice, dem Schwager ihrer Hamburger Freundin
Renée. Das Haus ist frei, denn Maurice möchte selbst
verreisen, und Yuna möchte Französisch lernen. Während
dieses Tages tauchen in ihrer Erinnerung nach und nach Freunde,
Freundinnen und Bekannte auf, auch ihr Kater, die Geschichte
entspinnt sich, hinein in den Ankunftstag von Yuna und in das
vielfältige Lieben und Leben, auch mal Sterben, ihrer Freunde.
Nichts scheint Zufall, oder ist doch alles Zufall? Ideogramme
gliedern den Text, jedes Ideogramm eine Sekunde der Erinnerung, ein
Roman. Eine Geschichte über das Verhältnis von Sprache und
Leben, über die manchmal bedrohliche Kraft von Häusern,
über die Sehnsucht, das Wasser, das Reisen. Die Schauplätze
Bordeaux und Hamburg, beides Hafenstädte, die nicht direkt am
Meer liegen, sind Orte verschiedener Formen von Sehnsucht.
Pressesteimmen zu Yoko Tawada:
Sie beschreibt die Welt so, wie sie aussähe,
könnte man zugleich träumen und hellwach sein." (taz)
Selten hat sich Weiblichkeit so fröhlich, so heiter
vorgestellt." (NDR, zu Opium für Ovid")
Eine Meisterin der Sensibilität, die Wörter und
Sprachschichten lebendig werden lässt." (WZ)
... am Ende hört man plötzlich wieder auf den Klang
bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange nicht mehr
ansah, mit neuen Augen..." (Die WELT)
Die Leichtigkeit dieser Texte rührt vielleicht daher,
daß die Autorin unserer Jahrhunderte Müdigkeiten nicht
erst von ihren Gliedern abstreifen muß und daß sie die
Sprache beanspruchen kann für Bereiche, die uns höchstens
noch im Traum einfallen." (Süddeutsche Zeitung)
Leseprobe
Sprachpolizei
und Spielpolyglotte
Literarische Essays.160 Seiten, Klappenbroschur, Fadenheftung,
mit einigen farbigen Bildern, Format: 21 x 13,5 cm, Preis: 12 Euro,
21,90 SFr, ISBN 978-3-88769-360-2, März 2007
In ihren Essays denkt Tawada darüber nach,was die katholische
Kirche mit Rotkäppchen gemein hat, ob Kleist Erzählung "Die
Marquise von Null" heißen könnte und wie im Alphabet die
Wüste bewahrt wird. Ihre eigene Belletristik beginnt, als eine
Dame namens Slavia in Berlin aus einer Graz bewachsenen Baustelle aus
demTexas steigt. Tawadas Essays sind zum Lautlesen geschaffen. Ihrer
Spiel- und Experimentierfreude haftet nichts Schweres,Verkopftes an.
Slavias Taxifahrt ist die automobile Kurzfassung von Finnegans Wake
... ganz undenkbar wäre das Kunstverständnis der Autorin
ohne Walter Benjamins Begriff von Geschichte und Schrift.
Unterhaltsamer, fasslicher, sinnlicher bekommt man ihn allerdings
selten geboten. Hier werden Dinge an ihren Namen und Definitionen
gemessen, wird Sprache so lange wörtlich genommen, bis sie fremd
wird. Wörter haben einen Magnetismus zu anderen Wörtern,
sie assoziieren sich gegenseitig herbei, man kann sich kaum wehren
... ihe Texte schaffen eine vibrierende Athmoshäre, eine
Süffigkeit der Stimmungen... (Badische Zeitung, 18.5.07)
Bestellung
Worte in diesen Texen sind Klänge und Bilder, sie bewegen sich
zwischen den Welten, zwischen Ost und West, zwischen Pflanzen und
menschlichen Eigenschaften, zwischen Europa und dem Nahen und dem
Fernen Osten. Sie zeigen Differenzen zwischen den Kulturen, aber
ebenso überraschende Verwandtschaften. Mit ihren Augen lassen
sich die Dinge anders ansehen. In diesem Band wirft sie auch einen
überraschenden Blick auf die deutsche Literatur, das
Heidenröslein kommt vor, Else Lasker-Schülers blaues
Klavier, Celans Niemandsrose u.v.a.
Aus dem Inhalt: Slavia in Berlin - Sprachpolizei und Spielpolyglotte
- An der Spree - Ma und Mu - Die Krone aus Gras. Zu Paul Celans
Die Niemandsrose" - Metamorphosen des Heidenrösleins - Das
blaue Klavier - Metamorphosen der Personennamen - Eine Sauna in
Fernosteuropa - Wohnen in Japan u.a.
"Sie nimmt wörtlich, was die Sprache an Bildern liefert, sie
befragt den Hintersinn. Die Demontage von Klischees gehört zu
ihren Lieblingsspielen. Die Deutschen glauben, ein klares Bild von
Japan zu haben, in dem sie Futon und Sushi als Hauptmerkmale dieser
Kultur begreifen. Die Ästhetik erhabener Schlichtheit, die ein
Europäer so fest mit japanischer Kulur verbindet, ist dort
selten zu finden, stattdessen sind die meist kleinen Wohnungen voll
gerümpelt. Eine der beliebtesten Speisen heißt
"Katsu-Karee" und ist Wiener Schnizel auf Reis mit Currysoße,
weit entfernt von der Eleganz eines Sushi (Wohnen in Japan)...... Die
Essays laden ein, sich auf Erkundungsreisen zu begeben, sich
überraschen zu lassen und die Welt der Worte mit frischen
ungetrübten Augen zu betrachten ... Die Veröffentlichungen
der deutschschreibenden Japanerin Yoko Tawada haben ein festes
Maß. meist um die 150 Seiten; es sind Broschuren, liebevoll
illustriert wie kleine Kostbarkeiten." (SWR 2, 24.5.07)
Sprachpolizei und Spielpolyglotte" ist nach Talisman" (5.
Auflage 2004) und Überseezungen" (2. Auflage 2006) Yoko
Tawadas drittes Buch mit literarischen Essays. Jedes für sich
und alle drei zusammen sind ein Kaleidoskop sinnlich erfahrbarer
Sprachschichten. Es gibt auch diese drei Bücher zusammen als
Paket:
Paket Tawada Literarische Essays: Talisman - Überseezungen -
Sprachpolizei und Spielpolyglotte.
ISBN 978-3-88769-361-9, Euro 29,90, SFr 52,-
Bestellung
"Auf dieser ganzen abenteuerlichen Reise erfährt man so viel
über uns', über sich', dass man dabei fast
übersieht, daß man am Ende plötzlich mehr über
Japan weiß, als man je dort vor Ort' gesehen und gelernt
hat. Und erst hier, an dieser Schnittstelle, tut sich auf, was es mit
diesem Buch auf sich hat: Es spielt nicht in Rothenburg ob der
Tauber, in Hamburg oder in Tokyo. Es handelt nicht von Europa'
versus Asien', oder umgekehrt. Es ist ein Buch aus dem
Niemandsland, da, wo kein Wort und kein Name und kein Zeichen mehr
etwas bedeutet, sondern wo alles in Frage gestellt ist, und wo nur
das Empfinden, das Erfahren, das Sprechen selber zählt. Und dann
wird dieser kleine Band plötzlich so etwas wie ein Modell von
utopischem Erzählen und von utopischem Reisen. Und weil es
schönere Bücher gar nicht geben kann, halte ich meinen
imaginären Hut ganz weit ausgestreckt ... und freue mich auf
alles, was ich nach dieser Reise anders werde sehen können."
(Wim Wenders, zu Talisman")
Leseprobe
als pdf
Presseinfo
Das
nackte Auge, Erzählung, 192 S., frz. Br., 12,- , ISBN
3-88769-324-8, März 2004.
Ein Mädchen aus Vietnam kommt, ohne es zu wollen, von Ost-
nach Westdeutschland, sie spricht die Sprache nicht, versucht zu
fliehen, fährt - im Traum? - in die falsche Richtung und landet
in Paris. Dort flüchtet sie ins Kino ... Sie lebt dort viele
Jahre - ohne Visum, bei verschiedenen Frauen und Männern und vor
allem im Cinéma, in einem Dialog mit einer Schauspielerin ...
während die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland fällt,
die Grenzen zwischen den EG-Ländern verschwinden und ihr eigenes
Leben sich immer enger mit den Filmhandlungen verknüpft.
Die Beziehung von Bildern und Sprache ist ein wesentliches Thema
dieser Erzählung, aber auch das Verhältnis verschiedener
politischer Systeme, die Möglichkeit oder Unmöglichkeit
körperlicher Beziehungen..
Pressestimmen:
Yoko Tawada hebt in ihrem Buch die Unterscheidung zwischen
den fiktiven Bildern von der Welt, die sie ja auch reflektieren, und
der so genannten Realität auf. Die Bilder, die sie beschreibt,
sind keine Metaphern. Sie stehen nicht für etwas, sondern
fluktuieren in ihren Bedeutung und kommen somit der Realität
sehr viel näher als die handfesten Geschichten, in denen wir uns
wiederzuerkennen glauben, weil wir uns bestätigt fühlen."
(Deutschlandfunk, 24.8.04)
Tawada reizt in ihrem klugen Spiel die Beziehung von Bildern
und Sprache zur Wirklichkeit aus, durch ihre Erzählerin erkundet
sie mit fremden Augen" die Zeichensysteme des Westens...
durchzogen von wunderbaren, komischen und klugen Einsichten." (Echo,
Tirols Nachrichtenillustrierte)
Yoko Tawada ist eine Meisterin der Wahrnehmung sinnlicher
Phänomene. Virtuos spielt sie mit der Fremdheit zwischen Asien
und Europa." (SWR, 21.6.04)
Die Bilder laufen aus dem Kino heraus und verwandeln sich in
Leben. Doch dann folgt ein Schnitt... Das nackte Auge wird nicht von
Wörtern und Sprache verdunkelt. Das ist sehr reizvoll..."
(Schwäbisches Tagblatt)
Leseprobe
Bestellung
Was ändert der
Regen an unserem Leben?
Ein Libretto. 80 S., Format 15 x 20 xm, 7,90, ISBN
3-88769-347-7
Das eigenständige Buch zur Stadtoper Graz in 7 Akten" von
Peter Ablinger. Eine zauberhaft verwobene Dialog-Erzählung,
Poesie in aufregenden Gedankensplittern. Die Uraufführung findet
im Rahmen des Steirischen Herbstes 2005 statt.
Bestellung
ÜBERSEEZUNGEN.
Literarische Essays, frz. Broschur, mit Abbildungen, Eur 12,90,
ISBN 3-88769-186-5
Es geht um die
Vermischungen und Verwirrungen der Sprachen, um quer über die
Welt geworfene Blicke und Laute, um die Kommunikation in den
verschiedensten Sprachen, zwischen den Kulturen", mit
Maschinen. Missverständnisse und Fehler ermöglichen neue
Bedeutungen... Der Autorin gelingt es mit ihrer pointierten
Wahrnehmung, dass wir Leser nach der Lektüre die Welt um uns
herum anders betrachten können....
Aus dem Inhalt: Apfel, Nase - Gespenster-E-mail - Ohrenzeugin - Die
Zweischalige - Musik der Buchstaben - Zungentanz - Bioscoop
...
"...Am Ende hört man plötzlich wieder auf den Klang bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange nicht mehr ansah, mit neuen Augen..."(Die Welt)
Leseprobe
Bestellung
Yoko
Tawada & Aki Takase, CD/Hörbuch diagonal, ca Eur
15,- . Das booklet enthält
unveröffentlichte Texte von yoko Tawada...
Ein unvergleichliches Duo: Tawadas poetische
Grenzüberschreitungen und pointierte Beobachtungen mit dem
japanischen" Blick auf die europäische Kultur - die
intensive Musik Takases, die Empfindsamkeit und
Entschlossenheit vereint". Ein Flügel, Worte und Laute und viele
andere kuriose Gegenstände werden zum Klingen gebracht: Bewegung
und Ineinanderfließen, beim Lesen, mit der Musik, einzeln und
zusammen... Das Publikum lacht und hält gleichzeitig den Atem an
vor Intensität: Man hört plötzlich wieder auf
den Klang bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange
nicht mehr ansah, mit neuen Augen" (Die Welt) "Eine sensible Reise
durch die Phantasie. Sie beginnt bei der Aneignung und Kreation der
Wirklichkeit... Neugeborene tragen in ihren Lauten alle
Töne dieser Welt', erzählt Tawada, Sprechen lernen
heißt, die meisten dieser Laute zu verdrängen.'
(Märk.Oderzeitung) Keine Spur von der nebulös
verwehten Melancholie, die dem Format Jazz und Lyrik" allzu oft
anhaftet ... Aki Takase ist eine der kraftvollsten und
farbenreichsten Klavierstimmen der internationalen Jazzszene ...
Texte und Musik haken sich ineinander wie ein
Reißverschluß. Die kindliche und so überraschend
Erkenntnis stiftende Wortspiellust Tawadas bekommt im antreibenden
Klavierstakkato eine trotzige Beharrlichkeit, und für Tawadas
freien Flug der Fantasie hält Aki Takase impressionistische
Impromtus bereit, die von der Schönheit des
In-sich-Verschlossenseins singen..." (Berliner Morgenpost)
Bestellung
Opium
für Ovid
Ein Kopfkissenbuch von 22 Frauen
224 Seiten, frz.Br.,Eur 12,90. 2000, in der 2. Auflage 2001,
ISBN 3-88769-156-3
Yoko Tawada erzählt in ihrem neuen Buch von einer
vielschichtigen Erotik, die nichts mit Beziehungen zu tun
hat. Metamorphosen des Körpers als rauschhaftes
Erlebnis
Verwandlungen nicht als Verlust
&endash; an Schönheit, an Jugend &endash; erzählt, sondern
als erotische Erfahrung &endash; die verwobene traumhafte Geschichte
von 22 Frauen, die sich mitunter begegnen
Die Gespenster des gegenwärtigen Alltags in
Großstädten, zwischen Finanzamt, anschließend
Tesa kaufen, schamanistische Märchen und die aktuelle
Tagespolitik bilden die Welt, in der diese Frauen sich entpuppen und
verwandeln. Der Text handelt weniger von den bekannten und immer
wieder erzählten Bereichen Liebe, Familie, Karriere etc, sondern
von Empfindungen und Ereignissen in namenlosen Lebensbereichen.
Kapitel: Leda, Galanthis, Daphne, Latona, Scylla Salmacis, Coronis,
Clymene, Io, Thetis, Limnaea, Niobe, Iphis, Semele, Ceres, Pomona,
Echo, Thisbe, Iuno, Ariadne, Ocyroë und Diana
Pressestimmen
Bestellung
Talisman
1996, 6. Auflage 2004, 148 Seiten, frz. Br.,
Eur 10,50
"Das Interessante liegt im Zwischen", sagte Yoko Tawada in einem
Interview. Zwischen den Worten, zwischen den Menschen, zwischen den
Kulturen.
Kleine detailgenaue Beobachtungen aus dem europäischem Alltag -
mit "japanischem Blick". Es geht um Bleistifte,
Bürogegenstände, um die Bedeutung von "drei mal auf Holz
klopfen", um Ohrringe und Aufkleber als Talisman und Abwehrzauber, um
eine Reise zu einer "typisch deutschen Puppe", um Telefonzellen,
Seelen, das Übersetzen und vieles mehr... "Wie eine
Ethnologin betritt sie ein fremdes Land" (FAZ) und sieht alles
mit absichtlich naiven Augen, als hätte sie noch nie etwas von
diesem Land und seinen Gebräuchen gehört.
Inhalt:
Von der Muttersprache zur Sprachmutter - Erzähler
ohne Seelen - Ein deutsches Rätsel - Das Fremde
aus der Dose - "Eigentlich darf man es niemandem sagen, aber
Europa gibt es nicht" - Talisman - Lektüre in
einer S-Bahn - Die Mineralogie der Liebe - Notizen auf
den Lofoten - Im Bauch des Bergs - Sieben Geschichten
der sieben Mütter - Sonntag - Der Tag der Ruhe, der Tag
der Kühe - Der Klang der Geister - Das Tor des
Übersetzers oder Celan liest Japanisch - Über das
Holz
Buch im Buch: Das
Wörterbuchdorf. Japanisch-Deutsch, aus dem Japanischen von Peter
Pörtner
Leseprobe
Bestellung
Pressestimmen:
" einfache Sätze, die zunächst staunend über scheinbar Selbstverständliches sprechen. Und wir folgen dem harmlos wie einem vergnügten Kind, das auf dem Eis Kurven fährt, um uns dann beiläufig zu zeigen, daß die Spuren der Schlittschuhkufen das Wasserzeichen eines imaginären Textes sind Für manche Leser könnte Talisman ein Lieblingsbuch werden" (Angelika Overath, Neue Zürcher Zeitung)
" reflektiert eine Gegenwelt. Da geht es um Eigentümlichkeiten der Sprache, die von einer eigenartigen Beziehung zur Sache erzählen, um das deutsche Rätsel, das Rothenburg ob der Tauber heißt Am Ende hört man plötzlich wieder auf den Klang bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange nicht mehr ansah, mit neuen Augen " (Die Welt)
"Abgründige Mehrdeutigkeit beständig geschärfte Wahrnehmung" (Basler Zeitung)
Aber
die Mandarinen müssen heute abend noch geraubt werden
Poetische Prosa, Traumtexte. Gedichte. 1997, 112 Seiten, frz.
Broschur, Eur 10,50
Verwandlungen spielen eine große Rolle in Yoko Tawadas
lyrischen Texten, unheimliche, seltsame, verzaubernde Verwandlungen,
in denen wir uns staunend verlieren. Eine Berührung ergibt ein
Bild und dieses wieder ein anderes &endash; einer geheimnisvollen und
dennoch unwiderstehlichen Logik folgend. Körper, Städte,
technische Gegenstände, Pflanzen werden gleichermaßen
lebendig in ihren Texten
Aus dem Inhalt:
Der Brunnen ohne Vater - Umzug - O Adana o Istanbul - Dialektüre
- Kriminologie - Spiegelbild - Der Hafenpilz - Die Rosinenaugen - Ein
Füllfederhalter ohne Herstellungsdatum - Die Orangerie - Hong
Kong 1996 - Klug - Das Restaurant mit dem Vogelnamen - Ich wollte
keine Brücke schlagen - Ges-ICH-ter -
Feiern können wir auch morgen
Aber die Mandarinen
Müssen noch heute abend
Geraubt werden
Leseprobe
Bestellung
Wie
der Wind im Ei
Theaterstück 1997, mit vielen Abbildungen, Eur 6,90, nur noch
wenige Ex. vorhanden. Die Originalauflagen der Theaterstücke
werden nicht nachaufgelegt. Irgendwann erscheinen die
Theaterstücke gesammelt.
Eine Frau, die neun Monate schreibt, um später ihr Manuskript
verbrennen zu können, ein Mädchen, das kommt und geht wie
der Wind, eine putzwütige Schwägerin und ein Dichter, der
lieber liest als schreibt
Diese Wesen sind
zusammengeworfen in einem seltsamen Haus. Um das Haus herum bewegen
sich die Äste der Bäume wie menschliche Hände. Das
Mädchen spricht nur einzelne Sätze nach, ißt
unentwegt Eierfrüchte und beißt. Und es schreibt, was die
Frau schreibt, aber viel schöner. Die anderen unterhalten sich
schwebend, wie im Traum. Über Alltägliches, über den
Mann der Frau, der auf einer Insel lebt, über das Schreiben. So
plötzlich, wie wir in dieses Haus hineingeworfen werden, so
plötzlich werden wir wieder hinauskatapultiert, nur die Frau
bleibt zurück.
Dazwischen brechen andere Welten kurz in das Haus ein, verschwinden
wieder, die Welt der Nachrichten, die Welt der Natur, und der Wind
singt, ein Chor.
Existentielle weibliche Abgründe, Ängste, Gegenwelten,
über die wir endlos nachdenken können, über die wir
überraschend lachen.
Bestellung
Nur
da wo du bist da ist nichts
Prosaerzählung & Gedichte, japanisch und deutsch, mit
einer Schablone, um Gedichte zu variieren und zum farbigen
Zwischenblättern, 1987, in der 4. Auflage,Eur 12,90
Die Autorin bewegt sich in einer poetischen Zwischenwelt, die
zugleich ganz real und alltäglich ist. Ihr Prosatext,
Bilderrätsel ohne Bilder, handelt von einer
Bücherliebhaberin, die ein Puppentheater und eine
Bücherausstellung besucht. Während sie über die
Ausstellung - mit transparenten Bilderbüchern, duftenden
Büchern und anderen Lustobjekten für Bücherfans -
schlendert, verwickelt sie sich zwischen Erinnerungen und
Träumen in seltsame, auch erotische Begegnungen mit Puppen, mit
K, mit Marianne und mit Eva.
"Sozusagen im Kopfstand, nimmt sie mindestens 120 Dinge gleichzeitig wahr. Yoko Tawadas Texte entfalten ihre Magie nicht nur als brillantes Feuerwerk poetischer Einfälle. Mit überraschenden Fügungen, überscharfer Beobachtung entsprungen, stellen sie die groteske Realität bloß" (Die Welt)
"Yoko Tawadas Gedichte
und ihre Prosa folgen den Bildern im Kopf, zerlegen sie behutsam oder
beschleunigen sie bis zur Euphorie, zum Schwindel, zum orgiastischen
Taumel." (SZENE Hamburg)
Bestellung
Das
Bad
Roman, 1989, in der 3. Auflage, Eur 10,50
Eine Frau sitzt vor dem Spiegel und vergleicht ihr Bild mit einem
Portraitphoto, eventuelle Differenzen werden durch Schminke
korrigiert. Sie entdeckt Schuppen auf ihrer Haut, steigt ins Bad,
gelangt als Schuppenfrau durch verschiedene traumartige und
alltägliche Sequenzen - als Dolmetscherin, als Fotomodell. Dabei
verliert sie ihre Zunge und wird durchsichtig. Diese Suche nach der
Identität des Weiblichen wird durch die Austattung des Buches
vervollkommnet: auf jeder Seite zeigt sich schemenhaft ein weibliche
Akt hinter der Schrift.
Pressestimmen:
"Das Bad ist eine ausgereifte spannende Erzählung, die auch den psychischen Schlauch des Lesers entmantelt. Ein gigantisches kleines Ding." (TAZ)
"Ein zauberhaftes Metamorphosenwerk zum Thema Weiblichkeit Das Buch ist wie schon ihr Erstling äußerst liebevoll ausgestattet, wie aus dem Dampf eines türkischen Bades tauchen hinter den Buchstaben die Umrisse badender Frauen auf" (Stuttgarter Zeitung)
"Eine Körperstudie mit Horrortouch, zehn surreale Tagträume, die durch frühzeitiges Ausblenden verrückte Hörspiele im Kopf auslösen " (ran)
"Eine Mädchenfrau. Abenteuer um eine Zunge. Eine flirrige Delikatesse" (Süddeutsche)
"Entwirft - ausgehend von
der allmorgendlichen Verunsicherung durch ein verändertes
Gesicht im Spiegel - die schwierige Beziehung einer Tochter zu ihrer
Mutter
" (FAZ)
Bestellung
Wo
Europa anfängt
Prosa & Lyrik, Lyrik , 1991, in der 3. Auflage, zweisprachig,
mit Transparent-Bildern,Eur 10,50
"Reisen hieß für meine Großmutter, fremdes Wasser zu
trinken. Andere Orte, anderes Wasser
"
"Das Debüt der Autorin in deutscher Sprache, ein
glänzender Auftritt" (Basler Zeitung) ist eine Sammlung von
Lyrik- und Prosatexten, die sich um das Thema des Reisens ranken, von
Ost nach West, von Japan über Sibirien nach Moskau, und von
West, Deutschland, nach Ost, Deutschland
Als Pendlerin
zwischen diesen beiden Polen ist für die Autorin das
Unterwegssein entscheidender als die Ankunft. Es geht um Distanz und
Nähe in der Sprache und zwischen Menschen überhaupt, so
daß die Reise oft durch traumhaftes Gelände
führt.
"Eine Transitreise, die aus der magisch-animistischen Vorzeit in die Zukunft geführt hat, aus der Heimat in die Fremde, aus der Kindheit in das erwachsene Leben, aus dem ererbten politischen Traum in die Realität. Unterwegs ist ein altes Ich regelrecht zerbrochen. Aber das ist in der Welt Yoko Tawadas ein Augenblick des Lebens." (Sibylle Cramer in der Süddeutschen)
"
ihre
Kunst, Bedeutungsgewichte leicht unterzubringen, im feinen Zwielicht
von kahler Alltagsrede, Liebeslied und
Märchenton
" (Basler Zeitung)
Bestellung
Ein
Gast
Roman, 1993, in der 3.Auiflage, mit Bildern,Eur 10,50
Die Protagonistin des Romans, eine Japanerin, die für japanische
Zeitschriften schreibt, kauft sich ein Buch, das sich als Kassette
entpuppt. Darus entwickelt sich ein psychischer Abenteuerroman um
eine Stimme
Der Nachbar, ein Psychologe, ein Student,
Freundinnen der Hauptperson tauchen auf, verwickeln sich in diese
aufregende Geschichte
"Yoko Tawada ist mit ihrer ebenso abgründigen wie
leichtfüssigen, fein verästelt aufgebauten, symbolisch aber
nie überladenen kleinen Erzählung ein literarisch
faszinierender Schritt auf den Kontinent neuer Wahrnehmungs-,
Fühl- und Denkweisen gelungen." (WoZ)
Die
Kranichmaske, die bei Nacht strahlt
Theaterstück, Neufassung 1995,,Eur 6,90, nur noch wenige
Ex. vorhanden. Die Originalauflagen der Theaterstücke werden
nicht nachaufgelegt. Irgendwann erscheinen die Theaterstücke
gesammelt.
Um eine Tote versammeln sich Verwandte und Bekannte. Bizarre
Phantasmen, Wünsche, Projektionen, unerfüllte Hoffnungen
und geheime Rachsüchte kommen zum Vorschein. Alles zerfällt
und verwandelt sich, eine Tauchfahrt in die Unterwelt.
"Bildreiches Sprechen voller Symbole wechselt darin mit stumpfen
Alltagsfloskeln. Ein verrätseltes Drama, geheimnisvoll und
fremdartig. Über Eros und Sprache und das Leben zwischen zwei
Kulturen
eine faszinierende Alternative zu dem mehr und
mehr in Selbstbefriedigung versinkenden deutschsprachigen
Bühnenalltag
" (Die Welt)
"Grandioses poetisch vielfältiges Stück &endash; und
komisch" (taz)
Tintenfisch
auf Reisen
3 Geschichten,1994, in der 3. Auflage, gebunden, mit einigen
Illustrationen, Eur 15,50.
Berichte aus der unheimlichen Welt der Begegnung der Geschlechter,
mit der Natur, und zwischen den Kulturen. Die Geschichten spielen in
Städten. Yoko Tawada liebt Städte.
"Der Nachtzug hielt um 9 Uhr 17 am Hauptbahnhof, vielleicht stand der Wagen schief, vielleicht war der Bahnsteig abschüssig, ich stolperte beim Aussteigen, stürzte und fiel dabei auf meine Reisetasche "
"Fersenlos:" Eine Frau reist in eine große Stadt, weil sie dort heiratet. Sie lebt in einem Haus und findet ihren Mann nicht, nur Spuren eines fremden Wesens Sie stolpert von Beginn an über unheimliche Kleinigkeiten, wundert sich, daß die Straßen so leer sind, und es nicht nach Essen riecht, obwohl es Speisekarten gibt
"Hundebräutigam": Eine aufregende Liebesgeschichte zwischen einer Lehrerin und einem Tiermenschen, für die Yoko Tawada den angesehensten japanischen Literaturpreis Akutagawa-Sho erhielt.
"Der Faltenmann vom Sumidafluß": In diesen Stadtteil geht man nicht, heißt es. Dennoch kann sich die Frau nicht zurückhalten, die Brücke zu überqueren. Enge Gassen, der Stadtteil ein Gesicht voller Falten, die Frau verirrt sich, Männer stehen an den Straßen
" die spannenden Erzählungen spielen in Japan und in Deutschland, in zwei Ländern, die 'Zwischenreiche' sind, in denen es nichts 'Normales' gibt, in denen alles rätselhaft, anders ist" (Die Zeit)
" Tawadas Geschichten sind auch imaginäre Reisen in eine andere erotische Welt Anleitung für das Eintauchen in den Sprachstrom, in dem das Unerwartete Bedeutung gewinnt und Bedeutung sich verflüssigt, bietet das schön aufgemachte Buch bereits optisch: Der Text gleitet die Seiten hoch und runter, reist man lesend als Tintenfisch, kommt einem das Erzählte ganz natürlich vor " (taz)
Bestellung
Till
- Orpheus oder Izanagi
144 S., mit Illustrationen, Eur 10,50. Nur noch wenige Ex.
vorhanden. Die Originalauflagen der Theaterstücke werden nicht
nachaufgelegt. Irgendwann erscheinen die Theaterstücke
gesammelt
Szenische Dichtung um
Mythen & Märchen zwischen Europa & Asien.
Orpheus oder Izanagi: Ein wunderbares Vexierspiel zwischen
Inake und Ogi, zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen, eine
poetische und zugleich aktuelle Wiederaufnahme der Geschichte des
Sängers Orpheus, der seine Frau dem Reich der Toten
entreißen möchte ...Das erfrischendste, das, bei dem
das Publikum am meisten lachte, war Yoko Tawadas Orpheus und
Izanagi" (FR, über die Hörspieltage Berlin).
In dem Theaterstück TILL treten drei japanische Touristen in die
mittelalterliche Welt des Till Eulenspiegel ein ... Die japanischen
Touristen verstehen kein Deutsch, und geraten in groteske
Situationen....
Bestellung
Verwandlungen.
Tübinger Poetik Vorlesung
1998, in der 2. Auflage, Br., Eur 5,50
1. Stimme eines Vogels oder Das Problem der Fremdheit
2. Schrift einer Schildkröte oder Das Problem der
Übersetzung
3. Gesicht eines Fisches oder Das Problem der Verwandlung
"Zu ihren Vorlesungen waren mehr als 500 Zuhörer gekommen ...
sie hielt eine poetische Rede voll Anschaulichkeit und
Gleichnishaftigkeit" (Schwäbisches Tagblatt)
" Diskrete postmoderne Schamanin der dichterischen Rede und
hellhörige Philologin (im Sinne der Romantik)." (Jürgen
Wertheimer)
Leseprobe
Bestellung
Spielzeug
und Sprachmagie in der europäischen Literatur
Eine ethnologische Poetologie.
2000, 240 S.,Eur 15,50
Spielzeug hat in der Literaturwissenschaft kaum eine Rolle
gespielt. Ein beachtetes literarisches Sujet sind allenfalls Puppen.
In der Promotionsarbeit von Yoko Tawada geht es um die Magie von
Texten ... und hier bekommen Spielzeuge eine ganz andere Bedeutung
als die pädagogischen zwecke, die ihnen in unserer Kultur
zugeschrieben werde
Bestellung
www.tawada.de
|
|