Yoko Tawada

konkursbuch Verlag Claudia Gehrke - PF 1621 - D-72070 Tuebingen Tel . 0049 (0) 7071-78779 und ++66551

* 1960 in Tokyo, lebt seit 1982 in Hamburg, seit 2007 in Berlin. Studierte in Tokyo und Hamburg Literaturwissenschaft. Erste literarische Veröffentlichungen 1986 in "Japan-Lesebuch". Erste Buchveröffentlichung in Deutschland 1987 (Nur da wo du bist da ist nichts), in Japan 1992 (Sanninkankai). Sie schreibt in deutscher und japanischer Sprache. Alle Übersetzungen aus dem Japanischen von Peter Pörtner.

Literaturpreise u.a.:

Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg

"Gunzo-Shinjin-Bungaku-Sho"

"Akutagawa-Sho", der Preis "Akutagawa-Sho" ist der angesehenste japanische Literaturpreis

Lessingförderpreis der Stadt Hamburg

Chamissopreis

Poetikdozentur Tübingen

Sei Ito Literaturpreis

Junichiro Tanizaki Literaturpreis

Goethe-Medaille

ca. 600 Lesungen in aller Welt

"Yoko Tawada beschreibt die Welt so, wie sie aussähe, könnte man gleichzeitig träumen und hellwach sein …" (taz)

"Das Asiatische und Europäische sind in ihrem Werk kein Gegensatz..." (aus der Rede zur Verleihung der Goethemedaille)


Yoko Tawadas Homepage: www.tawada.de



Neu Herbst 2008:


Schwager in Bordeaux. Roman
208 S., mit einigen farbigen Bildern, Klappenbroschur, Fadenheftung, ISBN 978-3-88769-376-3, 12,90

Der Tag einer Ankunft. Einer Reise durch die Kulturen. Und durch Lebensgeschichten der FreundInnen der Reisenden. Gegliedert durch japanische Schriftzeichen, jedes Zeichen ist eine Sekunde der Erinnerung, jede Sekunde der Erinnerung ein Roman.


"Verwinkelt und spannend! Sie betreibt in ihrem Buch eine zärtliche Kulturanalyse." (ZEIT-online)

Yuna reist nach Bordeaux, in das Haus von Maurice, dem Schwager ihrer Hamburger Freundin Renée. Das Haus ist frei, denn Maurice möchte selbst verreisen, und Yuna möchte Französisch lernen. Während dieses Tages tauchen in ihrer Erinnerung nach und nach Freunde, Freundinnen und Bekannte auf, auch ihr Kater, die Geschichte entspinnt sich, hinein in den Ankunftstag von Yuna und in das vielfältige Lieben und Leben, auch mal Sterben, ihrer Freunde. Nichts scheint Zufall, oder ist doch alles Zufall? Ideogramme gliedern den Text, jedes Ideogramm eine Sekunde der Erinnerung, ein Roman. Eine Geschichte über das Verhältnis von Sprache und Leben, über die manchmal bedrohliche Kraft von Häusern, über die Sehnsucht, das Wasser, das Reisen. Die Schauplätze Bordeaux und Hamburg, beides Hafenstädte, die nicht direkt am Meer liegen, sind Orte verschiedener Formen von Sehnsucht.

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Pressestimmen zum Buch


Literarische Essays:

Sprachpolizei und Spielpolyglotte
Literarische Essays.160 Seiten, Klappenbroschur, Fadenheftung, mit einigen farbigen Bildern, Format: 21 x 13,5 cm, Preis: 12 Euro, 21,90 SFr, ISBN 978-3-88769-360-2, März 2007

In ihren Essays denkt Tawada darüber nach,was die katholische Kirche mit Rotkäppchen gemein hat, ob Kleist Erzählung "Die Marquise von Null" heißen könnte und wie im Alphabet die Wüste bewahrt wird. Hier werden Dinge an ihren Namen und Definitionen gemessen, wird Sprache so lange wörtlich genommen, bis sie fremd wird. Wörter haben einen Magnetismus zu anderen Wörtern, sie assoziieren sich gegenseitig herbei, man kann sich kaum wehren ... ihe Texte schaffen eine vibrierende Athmoshäre, eine Süffigkeit der Stimmungen...
(Badische Zeitung, 18.5.07)

Worte in diesen Texen sind Klänge und Bilder, sie bewegen sich zwischen den Welten, zwischen Ost und West, zwischen Pflanzen und menschlichen Eigenschaften, zwischen Europa und dem Nahen und dem Fernen Osten. Sie zeigen Differenzen zwischen den Kulturen, aber ebenso überraschende Verwandtschaften. Mit ihren Augen lassen sich die Dinge anders ansehen. In diesem Band wirft sie auch einen überraschenden Blick auf die deutsche Literatur, das Heidenröslein kommt vor, Else Lasker-Schülers blaues Klavier, Celans Niemandsrose u.v.a.
Aus dem Inhalt: Slavia in Berlin - Sprachpolizei und Spielpolyglotte - An der Spree - Ma und Mu - Die Krone aus Gras. Zu Paul Celans „Die Niemandsrose" - Metamorphosen des Heidenrösleins - Das blaue Klavier - Metamorphosen der Personennamen - Eine Sauna in Fernosteuropa - Wohnen in Japan u.a.

„Sprachpolizei und Spielpolyglotte" ist nach „Talisman" (5. Auflage 2004) und „Überseezungen" (2. Auflage 2006) Yoko Tawadas drittes Buch mit literarischen Essays. Jedes für sich und alle drei zusammen sind ein Kaleidoskop sinnlich erfahrbarer Sprachschichten. Es gibt auch diese drei Bücher zusammen als Paket:

Paket Tawada Literarische Essays: Talisman - Überseezungen - Sprachpolizei und Spielpolyglotte.
ISBN 978-3-88769-361-9, Euro 29,90, SFr 52,-

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Talisman
6. Auflage Herbst 2008, 148 Seiten, frz. Br., Eur 10,50
"Das Interessante liegt im Zwischen", sagte Yoko Tawada in einem Interview. Zwischen den Worten, zwischen den Menschen, zwischen den Kulturen.
Kleine detailgenaue Beobachtungen aus dem europäischem Alltag - mit "japanischem Blick". Es geht um Bleistifte, Bürogegenstände, um die Bedeutung von "drei mal auf Holz klopfen", um Ohrringe und Aufkleber als Talisman und Abwehrzauber, um eine Reise zu einer "typisch deutschen Puppe", um Telefonzellen, Seelen, das Übersetzen und vieles mehr... "Wie eine Ethnologin betritt sie ein fremdes Land" (FAZ) und sieht alles mit absichtlich naiven Augen, als hätte sie noch nie etwas von diesem Land und seinen Gebräuchen gehört.

Inhalt:
Von der Muttersprache zur Sprachmutter - Erzähler ohne Seelen - Ein deutsches Rätsel - Das Fremde aus der Dose - "Eigentlich darf man es niemandem sagen, aber Europa gibt es nicht" - Talisman - Lektüre in einer S-Bahn - Die Mineralogie der Liebe - Notizen auf den Lofoten - Im Bauch des Bergs - Sieben Geschichten der sieben Mütter - Sonntag - Der Tag der Ruhe, der Tag der Kühe - Der Klang der Geister - Das Tor des Übersetzers oder Celan liest Japanisch - Über das Holz

Buch im Buch: Das Wörterbuchdorf. Japanisch-Deutsch, aus dem Japanischen von Peter Pörtner

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Pressestimmen:
"… einfache Sätze, die zunächst staunend über scheinbar Selbstverständliches sprechen. Und wir folgen dem harmlos wie einem vergnügten Kind, das auf dem Eis Kurven fährt, um uns dann beiläufig zu zeigen, daß die Spuren der Schlittschuhkufen das Wasserzeichen eines imaginären Textes sind … Für manche Leser könnte Talisman ein Lieblingsbuch werden" (Angelika Overath, Neue Zürcher Zeitung)
"… reflektiert eine Gegenwelt. Da geht es um Eigentümlichkeiten der Sprache, die von einer eigenartigen Beziehung zur Sache erzählen, um das deutsche Rätsel, das Rothenburg ob der Tauber heißt … Am Ende hört man plötzlich wieder auf den Klang bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange nicht mehr ansah, mit neuen Augen …" (Die Welt)
"Abgründige Mehrdeutigkeit … beständig geschärfte Wahrnehmung" (Basler Zeitung)

Wim Wenders zu Talisman

ÜBERSEEZUNGEN.
Literarische Essays, frz. Broschur, mit Abbildungen, Eur 12,90, ISBN 3-88769-186-5

Es geht um die Vermischungen und Verwirrungen der Sprachen, um quer über die Welt geworfene Blicke und Laute, um die Kommunikation in den verschiedensten Sprachen, „zwischen den Kulturen", mit Maschinen. Missverständnisse und Fehler ermöglichen neue Bedeutungen... Der Autorin gelingt es mit ihrer pointierten Wahrnehmung, dass wir Leser nach der Lektüre die Welt um uns herum anders betrachten können....
Aus dem Inhalt: Apfel, Nase - Gespenster-E-mail - Ohrenzeugin - Die Zweischalige - Musik der Buchstaben - Zungentanz - Bioscoop

.„Mit der deutschen Sprache vermag sie zu jonglieren, als sei es ihre Muttersprache. Merkwürdigkeiten spürt sie auf, pflückt Bedeutungen auseinander, seziert und kommentiert mit Hintersinn und Witz, dass es für die Zuhörer eine Freude ist [...] Yoko Tawada liebt es, mit Worten und Situationen zu spielen und sie beherrscht das Spiel zwischen sprachforscherischer Seriosität und Spaß." (Kieler Nachrichten..

"...Am Ende hört man plötzlich wieder auf den Klang bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange nicht mehr ansah, mit neuen Augen..."(Die Welt)

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Verwandlungen. Tübinger Poetik Vorlesung
1998, in der 2. Auflage, Br., Eur 5,50

1. Stimme eines Vogels oder Das Problem der Fremdheit
2. Schrift einer Schildkröte oder Das Problem der Übersetzung
3. Gesicht eines Fisches oder Das Problem der Verwandlung

"Zu ihren Vorlesungen waren mehr als 500 Zuhörer gekommen ... sie hielt eine poetische Rede voll Anschaulichkeit und Gleichnishaftigkeit" (Schwäbisches Tagblatt)
" Diskrete postmoderne Schamanin der dichterischen Rede und hellhörige Philologin (im Sinne der Romantik)." (Jürgen Wertheimer)

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Romane, Prosa, Lyrik

Das nackte Auge, Erzählung, 192 S., frz. Br., 12,- , ISBN 3-88769-324-8, März 2004.
Ein Mädchen aus Vietnam kommt, ohne es zu wollen, von Ost- nach Westdeutschland, sie spricht die Sprache nicht, versucht zu fliehen, fährt - im Traum? - in die falsche Richtung und landet in Paris. Dort flüchtet sie ins Kino ... Sie lebt dort viele Jahre - ohne Visum, bei verschiedenen Frauen und Männern und vor allem im Cinéma, in einem Dialog mit einer Schauspielerin ... während die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland fällt, die Grenzen zwischen den EG-Ländern verschwinden und ihr eigenes Leben sich immer enger mit den Filmhandlungen verknüpft.
Die Beziehung von Bildern und Sprache ist ein wesentliches Thema dieser Erzählung, aber auch das Verhältnis verschiedener politischer Systeme, die Möglichkeit oder Unmöglichkeit körperlicher Beziehungen..

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Opium für Ovid
Ein Kopfkissenbuch von 22 Frauen
224 Seiten, frz.Br.,Eur 12,90. 2000, in der 2. Auflage 2001, ISBN 3-88769-156-3
Yoko Tawada erzählt in ihrem neuen Buch von einer vielschichtigen Erotik, die nichts mit “Beziehungen” zu tun hat. Metamorphosen des Körpers als rauschhaftes Erlebnis … Verwandlungen nicht als “Verlust” &endash; an Schönheit, an Jugend &endash; erzählt, sondern als erotische Erfahrung &endash; die verwobene traumhafte Geschichte von 22 Frauen, die sich mitunter begegnen …
Die Gespenster des gegenwärtigen Alltags in Großstädten, zwischen “Finanzamt, anschließend Tesa kaufen”, schamanistische Märchen und die aktuelle Tagespolitik bilden die Welt, in der diese Frauen sich entpuppen und verwandeln. Der Text handelt weniger von den bekannten und immer wieder erzählten Bereichen Liebe, Familie, Karriere etc, sondern von Empfindungen und Ereignissen in namenlosen Lebensbereichen. Kapitel: Leda, Galanthis, Daphne, Latona, Scylla Salmacis, Coronis, Clymene, Io, Thetis, Limnaea, Niobe, Iphis, Semele, Ceres, Pomona, Echo, Thisbe, Iuno, Ariadne, Ocyroë und Diana

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Nur da wo du bist da ist nichts
Prosaerzählung & Gedichte, japanisch und deutsch, mit einer Schablone, um Gedichte zu variieren und zum farbigen Zwischenblättern, 1987, in der 4. Auflage,Eur 12,90
Die Autorin bewegt sich in einer poetischen Zwischenwelt, die zugleich ganz real und alltäglich ist. Ihr Prosatext, Bilderrätsel ohne Bilder, handelt von einer Bücherliebhaberin, die ein Puppentheater und eine Bücherausstellung besucht. Während sie über die Ausstellung - mit transparenten Bilderbüchern, duftenden Büchern und anderen Lustobjekten für Bücherfans - schlendert, verwickelt sie sich zwischen Erinnerungen und Träumen in seltsame, auch erotische Begegnungen mit Puppen, mit K, mit Marianne und mit Eva.

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"Sozusagen im Kopfstand, nimmt sie mindestens 120 Dinge gleichzeitig wahr. Yoko Tawadas Texte entfalten ihre Magie nicht nur als brillantes Feuerwerk poetischer Einfälle. Mit überraschenden Fügungen, überscharfer Beobachtung entsprungen, stellen sie die groteske Realität bloß" (Die Welt)

"Yoko Tawadas Gedichte und ihre Prosa folgen den Bildern im Kopf, zerlegen sie behutsam oder beschleunigen sie bis zur Euphorie, zum Schwindel, zum orgiastischen Taumel." (SZENE Hamburg)

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Aber die Mandarinen müssen heute abend noch geraubt werden
Poetische Prosa, Traumtexte. Gedichte. 1997, 112 Seiten, frz. Broschur, Eur 10,50
Verwandlungen spielen eine große Rolle in Yoko Tawadas lyrischen Texten, unheimliche, seltsame, verzaubernde Verwandlungen, in denen wir uns staunend verlieren. Eine Berührung ergibt ein Bild und dieses wieder ein anderes &endash; einer geheimnisvollen und dennoch unwiderstehlichen Logik folgend. Körper, Städte, technische Gegenstände, Pflanzen werden gleichermaßen lebendig in ihren Texten …

Aus dem Inhalt:
Der Brunnen ohne Vater - Umzug - O Adana o Istanbul - Dialektüre - Kriminologie - Spiegelbild - Der Hafenpilz - Die Rosinenaugen - Ein Füllfederhalter ohne Herstellungsdatum - Die Orangerie - Hong Kong 1996 - Klug - Das Restaurant mit dem Vogelnamen - Ich wollte keine Brücke schlagen - Ges-ICH-ter -
Feiern können wir auch morgen
Aber die Mandarinen
Müssen noch heute abend
Geraubt werden

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Das Bad
Roman, 1989, in der 3. Auflage, Eur 10,50
Eine Frau sitzt vor dem Spiegel und vergleicht ihr Bild mit einem Portraitphoto, eventuelle Differenzen werden durch Schminke korrigiert. Sie entdeckt Schuppen auf ihrer Haut, steigt ins Bad, gelangt als Schuppenfrau durch verschiedene traumartige und alltägliche Sequenzen - als Dolmetscherin, als Fotomodell. Dabei verliert sie ihre Zunge und wird durchsichtig. Diese Suche nach der Identität des Weiblichen wird durch die Austattung des Buches vervollkommnet: auf jeder Seite zeigt sich schemenhaft ein weibliche Akt hinter der Schrift.

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Pressestimmen:

"Das Bad ist eine ausgereifte spannende Erzählung, die auch den psychischen Schlauch des Lesers entmantelt. Ein gigantisches kleines Ding." (TAZ)

"Ein zauberhaftes Metamorphosenwerk zum Thema Weiblichkeit … Das Buch ist wie schon ihr Erstling äußerst liebevoll ausgestattet, wie aus dem Dampf eines türkischen Bades tauchen hinter den Buchstaben die Umrisse badender Frauen auf" (Stuttgarter Zeitung)

"Eine Körperstudie mit Horrortouch, zehn surreale Tagträume, die durch frühzeitiges Ausblenden verrückte Hörspiele im Kopf auslösen …" (ran)

"Eine Mädchenfrau. Abenteuer um eine Zunge. Eine flirrige Delikatesse" (Süddeutsche)

"Entwirft - ausgehend von der allmorgendlichen Verunsicherung durch ein verändertes Gesicht im Spiegel - die schwierige Beziehung einer Tochter zu ihrer Mutter …" (FAZ)

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Wo Europa anfängt
Prosa & Lyrik, Lyrik , 1991, in der 3. Auflage, zweisprachig, mit Transparent-Bildern,Eur 10,50
"Reisen hieß für meine Großmutter, fremdes Wasser zu trinken. Andere Orte, anderes Wasser …"
"Das Debüt der Autorin in deutscher Sprache, ein glänzender Auftritt" (Basler Zeitung) ist eine Sammlung von Lyrik- und Prosatexten, die sich um das Thema des Reisens ranken, von Ost nach West, von Japan über Sibirien nach Moskau, und von West, Deutschland, nach Ost, Deutschland … Als Pendlerin zwischen diesen beiden Polen ist für die Autorin das Unterwegssein entscheidender als die Ankunft. Es geht um Distanz und Nähe in der Sprache und zwischen Menschen überhaupt, so daß die Reise oft durch traumhaftes Gelände führt.

"Eine Transitreise, die aus der magisch-animistischen Vorzeit in die Zukunft geführt hat, aus der Heimat in die Fremde, aus der Kindheit in das erwachsene Leben, aus dem ererbten politischen Traum in die Realität. Unterwegs ist ein altes Ich regelrecht zerbrochen. Aber das ist in der Welt Yoko Tawadas ein Augenblick des Lebens." (Sibylle Cramer in der Süddeutschen)

"… ihre Kunst, Bedeutungsgewichte leicht unterzubringen, im feinen Zwielicht von kahler Alltagsrede, Liebeslied und Märchenton …" (Basler Zeitung)

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Ein Gast
Roman, 1993, in der 3.Auiflage, mit Bildern,Eur 10,50
Die Protagonistin des Romans, eine Japanerin, die für japanische Zeitschriften schreibt, kauft sich ein Buch, das sich als Kassette entpuppt. Darus entwickelt sich ein psychischer Abenteuerroman um eine Stimme … Der Nachbar, ein Psychologe, ein Student, Freundinnen der Hauptperson tauchen auf, verwickeln sich in diese aufregende Geschichte …
"Yoko Tawada ist mit ihrer ebenso abgründigen wie leichtfüssigen, fein verästelt aufgebauten, symbolisch aber nie überladenen kleinen Erzählung ein literarisch faszinierender Schritt auf den Kontinent neuer Wahrnehmungs-, Fühl- und Denkweisen gelungen." (WoZ)

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Tintenfisch auf Reisen
3 Geschichten,1994, in der 3. Auflage, gebunden, mit einigen Illustrationen, Eur 15,50.
Berichte aus der unheimlichen Welt der Begegnung der Geschlechter, mit der Natur, und zwischen den Kulturen. Die Geschichten spielen in Städten. Yoko Tawada liebt Städte.

"Der Nachtzug hielt um 9 Uhr 17 am Hauptbahnhof, vielleicht stand der Wagen schief, vielleicht war der Bahnsteig abschüssig, ich stolperte beim Aussteigen, stürzte und fiel dabei auf meine Reisetasche …"

"Fersenlos:" Eine Frau reist in eine große Stadt, weil sie dort heiratet. Sie lebt in einem Haus und findet ihren Mann nicht, nur Spuren eines fremden Wesens … Sie stolpert von Beginn an über unheimliche Kleinigkeiten, wundert sich, daß die Straßen so leer sind, und es nicht nach Essen riecht, obwohl es Speisekarten gibt …

"Hundebräutigam": Eine aufregende Liebesgeschichte zwischen einer Lehrerin und einem Tiermenschen, für die Yoko Tawada den angesehensten japanischen Literaturpreis Akutagawa-Sho erhielt.

"Der Faltenmann vom Sumidafluß": In diesen Stadtteil geht man nicht, heißt es. Dennoch kann sich die Frau nicht zurückhalten, die Brücke zu überqueren. Enge Gassen, der Stadtteil ein Gesicht voller Falten, die Frau verirrt sich, Männer stehen an den Straßen …

"… die spannenden Erzählungen spielen in Japan und in Deutschland, in zwei Ländern, die 'Zwischenreiche' sind, in denen es nichts 'Normales' gibt, in denen alles rätselhaft, anders ist" (Die Zeit)

"… Tawadas Geschichten sind auch imaginäre Reisen in eine andere erotische Welt … Anleitung für das Eintauchen in den Sprachstrom, in dem das Unerwartete Bedeutung gewinnt und Bedeutung sich verflüssigt, bietet das schön aufgemachte Buch bereits optisch: Der Text gleitet die Seiten hoch und runter, reist man lesend als Tintenfisch, kommt einem das Erzählte ganz natürlich vor …" (taz)

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Theaterstücke, Hörspiele, Hörbuch etc.:

Yoko Tawada & Aki Takase, CD/Hörbuch diagonal, ca Eur 15,- . Das booklet enthält unveröffentlichte Texte von yoko Tawada...
Ein unvergleichliches Duo: Tawadas poetische Grenzüberschreitungen und pointierte Beobachtungen mit dem „japanischen" Blick auf die europäische Kultur - die intensive Musik Takases, die „Empfindsamkeit und Entschlossenheit vereint". Ein Flügel, Worte und Laute und viele andere kuriose Gegenstände werden zum Klingen gebracht: Bewegung und Ineinanderfließen, beim Lesen, mit der Musik, einzeln und zusammen... Das Publikum lacht und hält gleichzeitig den Atem an vor Intensität: „Man hört plötzlich wieder auf den Klang bestimmter Wörter, sieht das, was man schon lange nicht mehr ansah, mit neuen Augen" (Die Welt) "Eine sensible Reise durch die Phantasie. Sie beginnt bei der Aneignung und Kreation der Wirklichkeit... ‚Neugeborene tragen in ihren Lauten alle Töne dieser Welt', erzählt Tawada, ‚Sprechen lernen heißt, die meisten dieser Laute zu verdrängen.' (Märk.Oderzeitung) „Keine Spur von der nebulös verwehten Melancholie, die dem Format „Jazz und Lyrik" allzu oft anhaftet ... Aki Takase ist eine der kraftvollsten und farbenreichsten Klavierstimmen der internationalen Jazzszene ... Texte und Musik haken sich ineinander wie ein Reißverschluß. Die kindliche und so überraschend Erkenntnis stiftende Wortspiellust Tawadas bekommt im antreibenden Klavierstakkato eine trotzige Beharrlichkeit, und für Tawadas freien Flug der Fantasie hält Aki Takase impressionistische Impromtus bereit, die von der Schönheit des In-sich-Verschlossenseins singen..." (Berliner Morgenpost)

Hörprobe: Neun Fragmente

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Was ändert der Regen an unserem Leben?
Ein Libretto. 80 S., Format 15 x 20 xm, 7,90, ISBN 3-88769-347-7
Das eigenständige Buch zur „Stadtoper Graz in 7 Akten" von Peter Ablinger. Eine zauberhaft verwobene Dialog-Erzählung, Poesie in aufregenden Gedankensplittern. Die Uraufführung fand im Rahmen des Steirischen Herbstes 2005 statt.

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Wie der Wind im Ei
Theaterstück 1997, mit vielen Abbildungen, Eur 6,90, nur noch wenige Ex. vorhanden. Die Originalauflagen der Theaterstücke werden nicht nachaufgelegt. Irgendwann erscheinen die Theaterstücke gesammelt.
Eine Frau, die neun Monate schreibt, um später ihr Manuskript verbrennen zu können, ein Mädchen, das kommt und geht wie der Wind, eine putzwütige Schwägerin und ein Dichter, der lieber liest als schreibt … Diese Wesen sind zusammengeworfen in einem seltsamen Haus. Um das Haus herum bewegen sich die Äste der Bäume wie menschliche Hände. Das Mädchen spricht nur einzelne Sätze nach, ißt unentwegt Eierfrüchte und beißt. Und es schreibt, was die Frau schreibt, aber viel schöner. Die anderen unterhalten sich schwebend, wie im Traum. Über Alltägliches, über den Mann der Frau, der auf einer Insel lebt, über das Schreiben. So plötzlich, wie wir in dieses Haus hineingeworfen werden, so plötzlich werden wir wieder hinauskatapultiert, nur die Frau bleibt zurück.
Dazwischen brechen andere Welten kurz in das Haus ein, verschwinden wieder, die Welt der Nachrichten, die Welt der Natur, und der Wind singt, ein Chor.
Existentielle weibliche Abgründe, Ängste, Gegenwelten, über die wir endlos nachdenken können, über die wir überraschend lachen.

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Die Kranichmaske, die bei Nacht strahlt
Theaterstück, Neufassung 1995,,Eur 6,90, nur noch wenige Ex. vorhanden. Die Originalauflagen der Theaterstücke werden nicht nachaufgelegt. Irgendwann erscheinen die Theaterstücke gesammelt.
Um eine Tote versammeln sich Verwandte und Bekannte. Bizarre Phantasmen, Wünsche, Projektionen, unerfüllte Hoffnungen und geheime Rachsüchte kommen zum Vorschein. Alles zerfällt und verwandelt sich, eine Tauchfahrt in die Unterwelt.
"Bildreiches Sprechen voller Symbole wechselt darin mit stumpfen Alltagsfloskeln. Ein verrätseltes Drama, geheimnisvoll und fremdartig. Über Eros und Sprache und das Leben zwischen zwei Kulturen … eine faszinierende Alternative zu dem mehr und mehr in Selbstbefriedigung versinkenden deutschsprachigen Bühnenalltag …" (Die Welt)
"Grandioses poetisch vielfältiges Stück &endash; und komisch"
(taz)

Till - Orpheus oder Izanagi
144 S., mit Illustrationen, Eur 10,50. Nur noch wenige Ex. vorhanden. Die Originalauflagen der Theaterstücke werden nicht nachaufgelegt. Irgendwann erscheinen die Theaterstücke gesammelt

Szenische Dichtung um Mythen & Märchen zwischen Europa & Asien.
Orpheus oder Izanagi: Ein wunderbares Vexierspiel zwischen Inake und Ogi, zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen, eine poetische und zugleich aktuelle Wiederaufnahme der Geschichte des Sängers Orpheus, der seine Frau dem Reich der Toten entreißen möchte ...„Das erfrischendste, das, bei dem das Publikum am meisten lachte, war Yoko Tawadas „Orpheus und Izanagi" (FR, über die Hörspieltage Berlin).
In dem Theaterstück TILL treten drei japanische Touristen in die mittelalterliche Welt des Till Eulenspiegel ein ... Die japanischen Touristen verstehen kein Deutsch, und geraten in groteske Situationen....

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Spielzeug und Sprachmagie in der europäischen Literatur
240 S.,Eur 15,50
Spielzeug hat in der Literaturwissenschaft kaum eine Rolle gespielt. Ein beachtetes literarisches Sujet sind allenfalls Puppen. In der Promotionsarbeit von Yoko Tawada geht es um die Magie von Texten ... und hier bekommen Spielzeuge eine ganz andere Bedeutung als die pädagogischen zwecke, die ihnen in unserer Kultur zugeschrieben werde

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AutorInnenverzeichnis

Moon Suk

Esther Vilar

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